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Sandisk-Aktie: Deal mit WD wackelt – jetzt bloß nicht in Panik geraten

Sandisk-Aktie: Deal mit WD wackelt – jetzt bloß nicht in Panik geraten
Foto: Börsenmedien AG
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Martin Weiß 29.02.2016, 16:30 Martin Weiß

Der Übernahmepoker zwischen dem Festplattenhersteller Western Digital (WD) und SanDisk geht in die nächste Runde. Das aus Sicht des AKTIONÄR lukrativste Szenario ist vom Tisch – was gibt es jetzt noch zu verdienen?


DER AKTIONÄR berichtete ausführlich über die geplante Fusion der beiden Tech-Spezialisten in Ausgabe 06/16. Die Details noch einmal im Schnell-Check:

1) WD kauft SanDisk für 85,10 Dollar je Aktie in bar und 0,0176 eigene Aktien. Voraussetzung: Der chinesische Investor Unisplendour steigt zuvor mit rund 15 Prozent bei WD ein.

Wahrscheinlichkeit:

US-Behörden haben den Einstieg der Chinesen blockiert – Szenario I ist geplatzt.

2) Die Fusion findet trotzdem statt, allerdings sinkt der Cash-Anteil auf 67,50 Dollar. Gleichzeitig erhalten die Altaktionäre von SanDisk 0,2387 Anteile von WD. In diesem Szenario muss WD die Zustimmung seiner Aktionäre einholen.

Wahrscheinlichkeit:

Das Szenario ist möglich, allerdings hat Großaktionär Alken Asset Management (hält 2,2 Prozent an WD) bereits seinen Widerstand angekündigt. Demgegenüber schreibt Citi-Analyst Stanley Kovler in einer aktuellen Studie, dass ein Deal "mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent stattfindet".

3) Der Deal wird zu günstigeren Konditionen für WD nachverhandelt, ODER der Deal platzt ganz.

Wahrscheinlichkeit:

Laut Analysten kostet ein Rückzug WD 184 Millionen Dollar Strafe. Das entspricht rund 1 Dollar je SanDisk-Aktie (die ausgeschüttet werden könnten).

Fazit:
SanDisk steigt am Montag in New York auf 73,80 Dollar, ein Plus von 2,5 Prozent. Verglichen mit dem Empfehlungskurs in Ausgabe 06/16 beträgt der Zuwachs bereits 13,3 Prozent.
Die Anleger glauben fest an einen Deal – oder die Strafzahlung. Welches Szenario sie favorisieren, ist unklar. Für den AKTIONÄR besteht das Risiko vor allem in der Nachverhandlung eines Deals mit deutlich angepassten Bewertungen (wenngleich Analysten Nachverhandlungen als unwahrscheinlich bezeichnen). In diesem Fall würde der Kurs zwangsläufig abrutschen. Es empfiehlt sich, einen Teil der erzielten Gewinne zu realisieren und den Stopp auf Einstand nachzuziehen.

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