Im Rahmen ihrer Strategie startet die Commerzbank ein neues Aktienrückkaufprogramm von mehr als einer Milliarde Euro. Das mag auf den ersten Blick verwundern, denn eine Übernahme durch die UniCredit gilt als relativ sicher. Der Kurs reagiert dennoch deutlich und steigt auf ein neues Jahreshoch bei über 40-Euro.
- Die Commerzbank startet ein Aktienrückkaufprogramm über 1,2 Milliarden Euro.
- Bis 2028 soll der gesamte Jahresgewinn an die Aktionäre fließen.
- Trotz der drohenden UniCredit-Übernahme steigt die Aktie auf ein neues Jahreshoch.
Für die Geschäftsjahre 2026 bis 2028 plant die Commerzbank laut ihres aktuellen Strategieplans, den kompletten Jahresgewinn in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre auszuschütten. Das heute begonnene Programm in Höhe von 1,2 Milliarden Euro, um eigene Anteile vom Markt zu nehmen, passt also exakt ins Bild.
Allerdings ist die Eigenständigkeit der Frankfurter Großbank ungewisser denn je, denn die UniCredit hält fast die Hälfte der Anteile und dürfte im vierten Quartal die Erlaubnis der EZB zur Übernahme der Kontrolle bekommen. Dennoch zieht der Commerzbank-Vorstand den Aktienrückkauf nun durch. Dieser soll bis zum 10. Februar kommenden Jahres laufen und deckt damit das Geschäftsjahr 2026 ab.
„Unsere Aktionärinnen und Aktionäre können darauf vertrauen, dass wir unsere Zusagen einhalten“, sagte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp. Genau das dürfte der springende Punkt sein: Trotz der drohenden Übernahme will der Vorstand die gemachten Zusagen an die Aktionäre einhalten, egal, was womöglich zeitnah kommt.
Obwohl bereits im August mit den letzten Quartalszahlen vom Vorstand das nun gestartete Programm in Aussicht gestellt wurde, gab es gestern mit einem Plus von 2,3 Prozent dennoch eine positive Kursreaktion. Damit stieg der Kurs erneut auf ein neues Jahreshoch. Der größte Treiber bleiben aber neue Entwicklugnen zur Übernahme durch die UniCredit. Die laufende Empfehlung hat das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, Potenzial ist weiterhin vorhanden.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.
Heute, 08:15
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