Seit heute Morgen durchsuchen Ermittler von Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung nach verschiedenen Medienberichten die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. Dabei geht es um Ermittlungen zu einem in der Branche altbekannten Thema.
Kurz und knapp
• Ermittler von Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung durchsuchen die Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt.
• Im Mittelpunkt stehen mutmaßliche Steuerhinterziehungen im Zusammenhang mit Cum-Cum-Geschäften der früheren Postbank.
• Die Deutsche-Bank-Aktie reagiert bislang kaum; mögliche Strafen und Bußgelder sind noch nicht absehbar.
Bereits seit heute Morgen sind Berichten von WELT, der Süddeutschen Zeitung und Business Insider zufolge Mitarbeiter von Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung bei der Deutschen Bank in Frankfurt im Einsatz. Die Ermittlungen sollen im Zusammenhang mit dem Verdacht der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Cum-Cum-Geschäften stehen.
Derartige Transaktionen haben zu einem hohen Steuerschaden in Deutschland geführt. Dabei wechselten Aktien deutscher Unternehmen rund um den Dividendenstichtag mehrfach den Besitzer, um Kapitalertragsteuer zu sparen. Im Vergleich zu Cum-Ex-Deals sind diese Geschäfte an sich nicht verboten.
Bei den Durchsuchungen soll es um fragwürdige Steuerdeals der Postbank gehen, die die Deutsche Bank 2009 übernommen hatte. Die federführende Staatsanwaltschaft Düsseldorf soll den Angaben nach zehn ehemalige Topmanager der Deutsche-Bank-Tochter beschuldigen.
Bislang sind wenig Details zu der Razzia bekannt. Die Aktie der Deutschen Bank reagiert dementsprechend wenig auf die Meldung. Der Kurs legte zuletzt rund 0,3 Prozent zu. Warum es konkret geht und ob es konkrete Auswirkungen auf die Deutsche Bank in Form von Strafen und Bußgeldern gibt, lässt sich jetzt noch nicht abschätzen. Aufgrund der deutlich gesteigerten Profitabilität der letzten Jahre dürfte das aber verkraftbar sein. Investoren bleiben an Bord.
Heute, 11:47
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