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29.10.2019 Fabian Strebin

Deutsche Bank: Was tun vor den Zahlen?

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Die Deutsche Bank wird morgen ihre Zahlen zum dritten Quartal präsentieren. Im Juli hat sich der Konzern einen radikalen Umbau verordnet, 18.000 Mitarbeiter sollen gehen. Klar, dass die Restrukturierung Milliarden kosten wird. Aber sie war überfällig. Was Aktionäre morgen erwarten können, ist ungewiss.

Denn anders als sonst üblich, gibt es von Seiten der Deutschen Bank keine Übersicht aktueller Analystenschätzungen zu den Q3-Zahlen. Als Begründung heißt es, dass die Zahl der vorliegenden Schätzungen zu gering sei. Laut Bloomberg erwartet der Konsens einen Verlust vor Steuern von 430 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch 623 Millionen Euro zu Buche standen. Allerdings handelt es sich hier nur um zwei Experten. Der Erlös soll von 6,18 auf 5,58 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sein. Hier schätzten immerhin sechs Experten.

Die niedrige Zahl an Schätzungen zeigt, dass sich selbst die Mehrheit der Analysten keine kurzfristige Prognose für die Deutsche Bank mehr zutraut. Zu komplex ist der Umbau, zu hoch die Risiken. Für das Gesamtjahr erwarten dann wieder deutlich mehr Experten im Konsens einen Verlust von 4,30 Milliarden Euro.

Die Gemengelage bei der Deutschen Bank ist komplex. Inwiefern die morgigen Zahlen vergleichbar sind, wird sich zeigen. Denn der Konzernumbau wurde erst im Juli eingeleitet. Zumindest hat die Bank vor kurzem die Zahlen des laufenden Jahres für die neue Konzernstruktur aufbereitet, sodass mit den zwei letzten Quartalen eine Vergleichbarkeit besteht.

Im Zentrum wird die Frage stehen, wie gut die Deutsche Bank mit der Restrukturierung vorankommt und wie weit sie fortgeschritten ist. DER AKTIONÄR rät deshalb, vor den Zahlen die Füße still zu halten.
Deutsche Bank (WKN: 514000)

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