21.01.2020 Fabian Strebin

Deutsche Bank: Super Vorgaben von US-Konkurrenten, aber…

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Die US-Großbanken haben in der vergangenen Woche starke Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2019 präsentiert. Für den Platzhirsch JPMorgan war es sogar das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte. Eigentlich positive Vorgaben für die Deutsche Bank, die am 30. Januar ihre Bücher öffnet. Doch Analysten sind skeptisch.

Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für die Deutsche Bank angesichts geänderter Chance-Risiko-Bewertungen auf "Underweight" mit einem Kursziel von 6,00 Euro belassen. Analystin Magdalena Stoklosa bemängelte nicht ausreichend vorhandene Ertragsbringer des Finanzinstitutes. Zudem seien die neu gegründeten Geschäftsfelder strukturellem Gegenwind ausgesetzt.

Marktanteile könnten schrumpfen

Ebenfalls pessimistisch sind die Analysten von Barclays. Amit Goel hat die Einstufung für die Deutsche Bank vor den am 30. Januar erwarteten Quartalszahlen auf "Underweight" mit einem Kursziel von 5,00 Euro belassen. Nach überraschend guten Zahlen der US-Investmentbanken passe er seine Markteinschätzungen an. Die Deutsche Bank dürfte im vierten Quartal im Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen zwar deutlich besser als ein Jahr zuvor abgeschnitten haben, was dann aber nur dem sehr tiefen Niveau des Schlussquartals 2018 zu verdanken sei. Goel geht zudem davon aus, dass die Bank weiter Marktanteile verliert.

Auch DER AKTIONÄR ist auf lange Sicht skeptisch. Zumindest wird sich bei den Zahlen zum vierten Quartal eine erste Richtung zeigen, ob der Vorstand weiter auf Kurs beim Umbau ist. Es ist das erste Quartal, in dem sich die Änderungen auswirken sollten. Für das Gesamtjahr 2019 wird laut Konsens ein Verlust von 2,60 Milliarden Euro erwartet. Derzeit sollten Anleger die Aktie meiden.

Mit Material von dpa-AFX.

Deutsche Bank (WKN: 514000)