Die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Krieges hat insbesondere Zykliker wie die konjunktursensiblen Bankwerte gestern anspringen lassen. Dazu gehören auch die Papiere der Deutschen Bank, die in den letzten Tagen eine beeindruckende charttechnische Entwicklung durchmachten.
Das Wichtigste kurz und knapp
• Das Iran-Rahmenabkommen hat Bankwerte und besonders die Deutsche Bank deutlich beflügelt.
• Charttechnisch wurde mit dem Bruch wichtiger Linien ein neues Kaufsignal ausgelöst.
• Analysten sehen weiteres Potenzial, falls die Straße von Hormus dauerhaft geöffnet bleibt.
US-Präsident Donald Trump hat gestern im französischen Versailles ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das den Konflikt im Nahen Osten beenden soll. Auch die iranische Seite soll laut Medienberichten eingewilligt haben. Nun bleiben 60 Tage Zeit, um ein endgültiges Abkommen zu verhandeln. Die Straße von Hormus soll unterdessen wieder geöffnet werden.
Die Aussicht auf ein Ende der Blockade des wichtigen Seeweges hat gestern bereits bei europäischen Bankaktien für hohe Gewinne gesorgt. Der Branchenindex Euro Stoxx Banks legte um mehr als zwei Prozent zu. Ordentlich Rückenwind gab es auch bei der Deutschen Bank, die den Handel 2,5 Prozent höher beendete. Bereits vorbörslich steht die Aktie heute auch satt im Plus.
Seit vier Tagen befindet sich der Kurs nun im Aufwind. Die 100-Tage-Linie bei 27,42 Euro wurde letzten Freitag durchbrochen, am Montag erfolgte dann der Bruch der wesentlich wichtigeren 200-Tage-Linie bei 28,76 Euro. Damit wurde ein neues Kaufsignal ausgelöst.
Die Analysten der US-Investmentbank Morgan Stanley sehen die Deutsche Bank neben der französischen Societe Generale als prädestiniert an, um von der nun ausgelösten Marktrallye bei Finanzwerten profitieren zu können. Bleibe die Straße von Hormus wieder dauerhaft geöffnet, dann würden das Kreditwachstum und die europäischen Geldhäuser steigen.
Der Chart der Deutschen Bank Aktie hat den Abschluss des Iran-Rahmenabkommens bereits vorweggenommen. Die Aktie startet kräftig durch. Aktuell ist sie keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR.
FAQs zur Deutschen Bank
Was macht die Deutsche Bank?
Die Deutsche Bank ist Deutschlands größtes Geldhaus und bietet Dienstleistungen im Privatkundengeschäft, Firmenkundengeschäft, Investmentbanking sowie in der Vermögensverwaltung an.
Wovon hängt die Entwicklung der Deutsche-Bank-Aktie ab?
Wichtige Faktoren sind Zinsentwicklung, Kapitalmarktumfeld, Kostenkontrolle, Kreditrisiken, Regulierung und die Fortschritte bei Rendite- und Wachstumszielen.
Zahlt die Deutsche Bank Dividende?
Ja, die Deutsche Bank schüttet grundsätzlich eine Dividende aus. Die Höhe hängt vom Gewinn, der Kapitalausstattung und der Ausschüttungspolitik des Konzerns ab. Für das Geschäftsjahr 2025 wurden im Mai 1,00 Euro je Aktie ausgezahlt.
Heute, 08:08