Der erhoffte Ausbruch bei der Deutschen Bank ist vertagt. Zum Wochenstart legen die Papiere tiefer los, was im Einklang mit der Gesamtmarktentwicklung steht. Eigentlich sind die Trends für das Handelsgeschäft aktuell positiv, das Management dämpfte jedoch erst kürzlich die Erwartungen.
Das Wichtigste kurz und knapp
• Der charttechnische Ausbruch bei der Deutschen Bank ist erneut gescheitert und die erhoffte Trendwende lässt weiter auf sich warten.
• Das Management erwartet im zweiten Quartal Gegenwind durch einen schwierigen Vorjahresvergleich und negative Währungseffekte.
• Analysten sehen die Deutsche Bank im Handelsgeschäft gut aufgestellt und die Bewertung der Aktie bleibt attraktiv.
Der Abwärtstrend bei 27,85 Euro hat weiter Bestand. Hatte sich der Kurs Ende letzter Woche noch an die 100-Tage-Linie bei 27,63 Euro herangeschoben, so startet die Notierung heute tiefer. Im schlimmsten Fall könnte nun der GD50, der bei 26,44 Euro verläuft, als Unterstützung in Sicht kommen.
Der Befreiungsschlag nach einem mäßigen Jahresstart bleibt also weiter aus. Im laufenden zweiten Quartal hat der Vorstand nun auf einen schwierigen Vergleich bei den Handelserträgen mit dem Vorjahr verwiesen und auf negative Währungseffekte, die einen Einfluss hätten. Dabei sollte das Umfeld aus höherer Volatilität und Unsicherheit im Nahen Osten eigentlich der Deutschen Bank hier in die Karten spielen.
Laut den Analysten von Bloomberg Intelligence ist Deutschlands größtes Finanzinstitut gut positioniert, um als eine der europäischen Banken hervorzugehen, die im Handel mit Anleihen und Währungen Marktanteile gewinnt. Für das laufende Jahr erwartet der Konsens einen Anstieg der Erträge um fünf Prozent auf 9,62 Milliarden Euro. Das ist fast doppelt so viel wie das Niveau bei der Nummer 2, BNP Paribas, mit Erträgen von 5,48 Milliarden Euro.
Die Bewertung ist weiterhin relativ günstig bei der Deutschen Bank und die Aussichten laut Konsens für das Handelsgeschäft positiv. Für das zweite Quartal dürfte das laut den Management-Aussagen noch nicht gelten. Der charttechnische Ausbruch ist erneut abgeblasen, die Trendwende lässt auf sich warten. Die Aktie ist keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR.
FAQs zur Deutschen Bank
Was macht die Deutsche Bank?
Die Deutsche Bank ist Deutschlands größtes Geldhaus und bietet Dienstleistungen im Privatkundengeschäft, Firmenkundengeschäft, Investmentbanking sowie in der Vermögensverwaltung an.
Wovon hängt die Entwicklung der Deutsche-Bank-Aktie ab?
Wichtige Faktoren sind Zinsentwicklung, Kapitalmarktumfeld, Kostenkontrolle, Kreditrisiken, Regulierung und die Fortschritte bei Rendite- und Wachstumszielen.
Zahlt die Deutsche Bank Dividende?
Ja, die Deutsche Bank schüttet grundsätzlich eine Dividende aus. Die Höhe hängt vom Gewinn, der Kapitalausstattung und der Ausschüttungspolitik des Konzerns ab. Für das Geschäftsjahr 2025 wurden im Mai 1,00 Euro je Aktie ausgezahlt.
Heute, 11:45