Die Börsen in Europa starten heute nach den neuen Zolldrohungen aus den USA gegen mehrere Länder auf dem Kontinent tiefer. Besonders betroffen sind Finanzwerte, darunter auch die Commerzbank-Aktie. Aus charttechnischer Sicht ist nun Vorsicht angebracht.
US-Präsident Donald Trump zündelt wieder, und das merkt man aktuell auch an der Börse. Der Streit um Grönland spitzt sich weiter zu und könnte nun auch handelspolitisch ausgetragen werden. Da die Börsen in den USA aufgrund des Martin-Luther-Days geschlossen bleiben, bleibt nur der Handel in Europa.
Der Euro Stoxx 50 notiert derzeit 1,3 Prozent tiefer, der Banken-Branchenindex Euro Stoxx Banks 1,2 Prozent leichter. Dabei ist die Commerzbank mit einem Verlust von 3,0 Prozent heute Vormittag der vorletzte Wert im Index. Auf dem letzten Platz rangiert mit einem Minus von 3,7 Prozent die Banca Generale aus Italien.
Auf Jahressicht sieht es bisher sogar noch etwas schlechter aus für die Commerzbank-Papiere. Denn sie befinden sich im noch jungen Jahr mit einer Performance von minus 6,0 Prozent ganz hinten im Index. Dieser wird von der BNP Paribas mit 7,3 Prozent angeführt. Seit dem Jahreswechsel stieg der Euro Stoxx Banks um 2,1 Prozent.
Heute startet das Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos. Hier treffen viele Staatenlenker zusammen, und es werden auch mit US-Präsident Trump Gespräche geführt. Es bleibt daher abzuwarten, ob nicht doch ein Kompromiss im Streit um Grönland und neue Zölle gefunden werden kann.
Finanzaktien reagieren traditionell stärker auf Veränderungen in der Geopolitik, die auch die Wirtschaftsentwicklung beeinflussen könnten. Bei Banken schlägt sich das dann beispielsweise in einer geringeren Kreditnachfrage nieder.
Die Lage an den Börsen wird zum Wochenbeginn volatiler. Das gilt in besonderem Maße für Bankaktien. Die Commerzbank kommt heute übermäßig unter Druck, was auch an der überragenden Performance im Vorjahr liegen dürfte. Investierte Anleger bleiben dabei.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.
Heute, 10:09