Bei der Commerzbank lässt die UniCredit auch über Ostern nicht locker. Wie erwartet wurde nun ein Termin für eine außerordentliche Hauptversammlung festgelegt. Diese ist für das geplante Vorgehen der Mailänder bei Deutschlands zweitgrößter Bank unerlässlich. Der Kurs hält sich derweil wacker.
Am 4. Mai will UniCredit-CEO Andrea Orcel ernst machen und bei den Anteilseignern der Mailänder Bank um Vertrauen werben. Um bei der Commerzbank die Beteiligung über die Schwelle von 30 Prozent im Rahmen eines freiwilligen Pflichtangebots zu erhöhen, braucht er neue eigene Aktien. Diesen Schritt soll eine außerordentliche Hauptversammlung freigeben.
Dazu ist eine Kapitalerhöhung geplant: Bis 2027 könnte das Kapital um bis zu 470 Millionen Stammaktien erhöht werden, ohne Bezugsrecht, wenn die Hauptversammlung den Vorschlägen des Managements folgt. Die Kapitalerhöhung soll gegen Sacheinlage erfolgen und ausschließlich für das Commerzbank-Übernahmeangebot verwendet werden.
Laut der Mitteilung der UniCredit von Mitte März beabsichtigt das Finanzinstitut, nach der Kapitalerhöhung am 4. Mai zeitnah das freiwillige Übernahmeangebot bei der Commerzbank zu starten. Die Italiener rechnen selbst nicht damit, eine Kontrollmehrheit von mehr als 50 Prozent zu erreichen. Vielmehr geht es darum, ein Pflichtangebot zu vermeiden und erst einmal die Schwelle von 30 Prozent zu nehmen.
In den nächsten Wochen und Monaten dürfte es spannend bleiben bei der Commerzbank-Aktie. Die Papiere haben sich trotz der großen Unsicherheiten, die der Iran-Krieg ausgelöst hat, wacker über der Marke von 30,00 Euro gehalten. Die offen ausgebrochene Übernahmefantasie stützt den Kurs in der aktuellen Marktlage und verspricht auch in der nahen Zukunft Rückenwind. Mutige greifen noch zu, der Stopp verbleibt bei 29,00 Euro.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.
Heute, 07:48