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Commerzbank: Ist die Luft jetzt raus?

Commerzbank: Ist die Luft jetzt raus?
Foto: Hans-Joachim Nitschmann/ stock.adobe.com
Commerzbank AG -%
Fabian Strebin 20.02.2026, 10:35 Fabian Strebin

Die Entwicklung der Commerzbank-Aktie ist 2026 bisher enttäuschend. Nachdem vergangenes Jahr in einem fulminanten Branchenumfeld mehr als eine Verdopplung gelang, dümpeln die Papiere nun am Ende der Peergroup vor sich hin. DER AKTIONÄR erklärt, welches Potenzial die Bankaktien nun noch haben.

Die Sorgen um eine Disruption vieler Geschäftsmodelle durch neue KI-Programme haben auch viele europäische Finanzaktien in den letzten Wochen getroffen. Hinzu kamen gerade bei Bankaktien nach dem Ausnahmejahr 2025 Gewinnmitnahmen. Der Branchenindex Euro Stoxx Banks liegt nun mit etwas mehr als zwei Prozent moderat im Plus 2026. Die Aktien der Commerzbank rangieren hingegen auf dem viertletzten Platz im Index mit Einbußen von über fünf Prozent.

Aufs Gemüt schlugen die letzten Quartalszahlen. Diese lagen zwar im Rahmen der Erwartungen, aber Gleiches traf auch auf die Prognose für 2026 zu. Da hatte sich der Markt dann doch mehr erwartet. Dabei hatte der Vorstand seit Jahren Erfolg mit einer eher konservativen Guidance, die dann meist übertroffen wurde.

Die aktuelle Schwächephase liegt sicher auch an Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktie 2025 zu den besten der europäischen Bankenbranche gehörte. Meist lässt sich so etwas nicht mehrere Jahre hintereinander wiederholen. Allerdings hat die Aktie noch weiteres Potenzial, wenn der Vorstand wie bisher konsequent die einzelnen Meilensteine der Strategie abarbeitet.

So könnte 2026 auch ein günstiger als gedachtes Zinsumfeld Bankaktien weiter beflügeln. Gerade die sehr stark von den Nettozinserträgen abhängige Commerzbank könnte davon am meisten profitieren. Zudem überzeugt der Vorstand mit Ausschüttungen, die mehr als den Jahresgewinn betragen könnten.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Das Ende der Fahnenstange dürfte bei der Commerzbank 2026 noch nicht erreicht sein. Die Underperformance zum Sektor ist übertrieben und teils auf Gewinnmitnahmen nach dem starken Vorjahr zurückzuführen.

Die Chartsituation hat sich mit dem Überspringen des GD100 bei 34,28 Euro etwas aufgehellt, der Kurs steuert von unten auf die 50-Tage-Linie bei 34,89 Euro zu. Hier liegt das nächste größere Kaufsignal. Anleger bleiben an Bord.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.

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