Der Krieg im Iran beschäftigt zum Wochenstart die Aktienmärkte weltweit. Der DAX konnte seine anfänglichen Verluste mittlerweile am späten Vormittag etwas eindämmen. Besonders abverkauft werden vielfach indes Finanzwerte. In Deutschland tragen die Deutsche-Bank-Papiere die rote Laterne. Nicht viel besser sieht es bei der Commerzbank aus.
Die Eskalation im Nahen Osten beschäftigt heute die Märkte. Es ist der erste Tag seit dem Beginn der Angriffe von Israel und den USA am Samstag, an dem die Börsen wieder geöffnet haben. Dementsprechend groß ist die Verunsicherung. In Deutschland notiert der DAX knapp unter zwei Prozent im Minus. Damit wurden die Verluste bereits deutlich eingegrenzt.
Ganz hinten im Leitindex rangiert indes die Deutsche Bank. Als global tätiges Finanzinstitut mit einer großen Investmentbankingsparte ist der Konzern mehr von geopolitischen Unsicherheiten betroffen als andere Unternehmen und auch Geldhäuser. So tummelt sich die Commerzbank zumindest nicht auf einem der allerletzten Plätze, verliert mit mehr als drei Prozent aber ebenfalls spürbar.
Eigentlich könnte sich für die UniCredit, die eine Übernahme der Frankfurter anstrebt, nun eine günstige Gelegenheit ergeben. Denn CEO Andrea Orcel hatte aufgrund des hohen Commerzbank-Aktienkurses eine Übernahme derzeit ausgeschlossen. Dafür braucht es indes weiter fallende Kurse der deutschen Bankaktie.
Beruhigt sich die Situation an den Märkten in den kommenden Tagen, dann könnte die 200-Tage-Linie als Unterstützung bei 32,14 Euro greifen. Allerdings bleibt die Situation hoch volatil und unberechenbar, was die Dauer des Konflikts angeht. Zudem verlieren die Papiere der UniCredit heute ebenfalls. Relativ gesehen wäre eine Übernahme mit Aktien für die Italiener daher nicht günstiger.
Die Commerzbank-Aktie ist heute erwartbar stärker unter Druck als Unternehmen aus anderen Branchen. Mit der fundamentalen Entwicklung bei dem Finanzinstitut hat das freilich nichts zu tun. Vielmehr reagieren Finanzwerte besonders sensibel auf geopolitische Risiken. Investierte Anleger beachten den Stopp bei 29,00 Euro.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.
Heute, 11:06