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Abverkauf bei europäischen Banken: BNP-Paribas-Aktie im Fokus

Abverkauf bei europäischen Banken: BNP-Paribas-Aktie im Fokus
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Fabian Strebin Heute, 11:30 ‧ Fabian Strebin
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Die Staatsanleihemärkte in Europa verzeichneten diese Woche Zinsniveaus, die teils seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gesehen wurden. Das setzt insbesondere Bankaktien auf dem Alten Kontinent unter Druck. Da besonders Frankreich im Fokus steht, trifft es die Finanzinstitute des Landes besonders.

  • Frankreichs hohe Anleiherenditen und die politische Blockade belasten die Bankaktien des Landes.
  • Französische Banken haben seit Anfang September stärker verloren als der Branchenindex; bei BNP Paribas wurde die 200-Tage-Linie durchbrochen.
  • Die BNP-Aktie gilt mit einem erwarteten KGV von 7 als günstig; die erwartete Dividendenrendite reicht von 6,6 Prozent für 2026 bis 8,4 Prozent für 2028.

Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen stieg gestern erneut deutlich auf 4,9 Prozent und verharrt heute auf hohem Niveau. Das drückt unter anderem die Sorge des Marktes vor der politischen Blockade in dem Land aus. Anleger fürchten nun teils eine Ansteckung auf andere Mitglieder der Währungsunion, was auch für die Börsen größere Konsequenzen hätte.

Seit Anfang September haben französische Bankaktien wie Crédit Agricole, Société Générale oder BNP Paribas deutlich stärker nachgegeben als der Branchenindex Euro Stoxx Banks. Die Analysten von Morgan Stanley sehen mittlerweile einen Bewertungsabschlag von rund 30 Prozent.

Die Papiere der BNP Paribas haben mittlerweile die 200-Tage-Linie bei 91,02 Euro gerissen, was als Verkaufssignal zu werten ist. Ähnlich sieht es bei der Société Générale aus. Dort erfolgte der Bruch der Unterstützungslinie aber schon Ende September. Die Société-Générale-Aktie gehört im laufenden Jahr mit einem Minus von mehr als acht Prozent auch zu den schlechtesten Werten im Euro Stoxx Banks. Auf BNP Paribas trifft das nicht zu.

Mit einem für 2027 erwarteten KGV von 7 gehört die Aktie zu den günstigsten Branchenwerten in Europa. Das liegt nicht nur am jüngsten Kurssturz. Die Dividendenrendite ist hingegen üppig: Für 2026 werden 6,6 Prozent erwartet, für 2028 bereits 8,4 Prozent, ausgehend von den aktuellen Kursen.

BNP Paribas (WKN: 887771)

Der Stoppkurs bei der Aktie ist mit 76,50 Euro noch ein gutes Stück entfernt. Investierte Anleger sollten daher Ruhe bewahren und darauf setzen, dass sich die Situation entspannt. Die Dividendenrendite ist nun noch attraktiver geworden und kompensiert einen Teil der Kursverluste.

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