11.03.2016 Werner Sperber

Euro nach Draghi: Unterschätzt und dennoch bald abwertend

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BNP Paribas Knock-Out EUR/USD
Trendthema

Die Fachleute von Fuchs Devisen verweisen auf die jüngsten Beschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB). Demnach wurde der Strafzins, den Banken an die EZB zahlen müssen, wenn sie dort Geld zwischenlagern von 0,3 auf 0,4 Prozent erhöht. Zudem gibt die EZB statt 60 Milliarden nun 80 Milliarden Euro monatlich aus, um Staatsanleihen von fast allen Euro-Ländern zu kaufen. Damit soll ein noch stärkerer Euro verhindert werden. Denn ein starker Euro soll das Geschäft von Firmen aus Euro-Ländern in Nicht-Euro-Staaten hemmen, weil die Waren dadurch teurer würden. Allerdings wertete der Euro nach dieser EZB-Entscheidung sogar auf. Anscheinend halten die Anleger dieses Maßnahmenpaket der EZB immer noch für unzureichend. Grundsätzlich wird allerdings der Euro unter- und der Dollar überschätzt. Das macht den Dollar außerordentlich anfällig. Auf Wochensicht dürfte dennoch der Euro im Vergleich zum Dollar an Wert verlieren. Die Handelspanne dürfte dabei zwischen 1,08 und 1,14 Dollar bleiben.

DER AKTIONÄR stellt fest: Die Maßnahmen haben den Euro zunächst nicht geschwächt, wie es die Europäischen Zentralbank eigentlich wünscht. Stattdessen wurde der Euro im Vergleich zum Dollar sogar stärker. Auf Sicht dürfte der Euro dennoch weiter abwerten. Anleger sollten den endlos laufenden Put-Optionsschein (WKN PS04ED) der BNP Paribas S.A. auf das Währungspaar Euro/Dollar deshalb halten und den Stoppkurs bei 6,40 Euro beachten.