Während Chip- und Cloud-Werte unter Druck stehen, hat Apple ein neues Rekordhoch markiert und erstmals mit einem Börsenwert von über fünf Billionen Dollar geschlossen. Die Zurückhaltung bei kostspieligen KI-Investitionen ist dabei nur ein Grund.
Der Nasdaq Composite hat am Mittwoch 1,9 Prozent verloren, der Halbleiterindex fiel den sechsten Handelstag in Folge. Apple schloss dagegen 0,5 Prozent höher bei 342,96 Dollar und markierte einen neuen Rekordschlusskurs. Der Börsenwert stieg damit auf rund 5,005 Billionen Dollar. Intraday hatte die Aktie diese Marke seit Ende Juli bereits mehrfach überschritten. Auf Schlusskursbasis gelang dies nun erstmals. Nach Nvidia ist Apple erst das zweite Unternehmen mit diesem Meilenstein. Unter den „Magnificent 7“ war Apple das einzige Mitglied mit Kursplus.
Auslöser des Abverkaufs waren überraschend hohe Kerninflationsdaten aus den USA. Sie nähren die Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch die Fed und damit die Sorge, dass sich der schuldenfinanzierte Ausbau der KI-Infrastruktur deutlich verteuert. Oracle verlor knapp neun Prozent, CoreWeave rund 15 Prozent.
Apple ist den Finanzierungsrisiken des KI-Infrastrukturausbaus deutlich weniger ausgesetzt als die großen Cloud-Konzerne. Am Wettrüsten bei Rechenzentren hat sich der Konzern nur am Rande beteiligt. Apples Sachinvestitionen beliefen sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 auf rund 6,8 Milliarden Dollar. Amazon (54,2 Milliarden), Alphabet (44,9 Milliarden) und Meta (30,1 Milliarden Dollar) gaben jeweils allein im zweiten Quartal ein Vielfaches davon aus. Was Investoren lange als Rückstand im KI-Rennen kritisierten, gilt inzwischen als Vorteil.
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