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12.04.2021 Andreas Deutsch

Zalando: Situation der Konkurrenz immer bedrohlicher

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Zalando

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat davor gewarnt, im Zuge der Neufassung des Infektionsschutzgesetzes einen schärferen Lockdown im Einzelhandel durchzusetzen. Die Lage für etliche Geschäfte sei bereits jetzt sehr Besorgnis erregend. Weitere Verschärfungen könnten viele Läden nicht verkraften.

„Viele Nicht-Lebensmittelhändler verlieren aufgrund der angekündigten Veränderungen im Infektionsschutzgesetz jegliche Perspektive“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Montag. „Die Geschäfte ab einem Inzidenzwert von über 100 wieder zu schließen, wird der Lage nicht gerecht.“

Genth verwies auf eine HDE-Umfrage unter 1.000 Unternehmen, die deutlich mache, wie kritisch die Lage bei vielen Nicht-Lebensmittelhändlern sei. Demnach sehen 45 Prozent der Befragten ihre unternehmerische Existenz im Laufe des Jahres in akuter Gefahr.

Angesichts der großen Umsatzverluste forderte der HDE zugleich Nachbesserungen bei den staatlichen Nothilfen. „Wenn die Hilfsmaßnahmen jetzt nicht schnell greifen, erreichen viele Handelsunternehmen einen Kipppunkt, ab dem es sehr schnell abwärts geht."

Zalando (WKN: ZAL111)

Während dem stationären Handel das Wasser bis zum Hals steht, kann sich Zalando vor Bestellungen kaum retten. Das Ziel der Berliner, bis 2025 ein Bruttowarenvolumen von mehr als 30 Milliarden Euro (2020: 10,7 Milliarden) zu erreichen, könnte sich als zu konservativ erweisen. DER AKTIONÄR hält angesichts der erwarteten Pleitewelle 40 Milliarden für möglich. Die Aktie, die am Montag aufgrund einer Neutral-Einstufung von JPMorgan unter Druck steht, bleibt ein klarer Kauf.

(Mit Material von dpa-AFX)