Der Einzelhandelsriese Walmart hat am Donnerstag mit den Zahlen zum abgelaufenen zweiten Quartal die Marktteilnehmer bitter enttäuscht. Vor allem die Verkäufe des US-Konzerns entwickelten nicht so rosig wie erhofft. Zahlreiche Analysten setzen daher den Rotstift an und korrigieren die Kursziele nach unten.
Die DZ Bank hat den fairen Wert für die Walmart-Aktie deutlich von 155 auf 130 Dollar nach unten korrigiert. Die Einstufung lautet aber weiterhin "Kaufen". Gemäß der Analystin Katharina Schmenger habe der Heimatmarkt enttäuscht. Sie hält den Kursrutsch für übertrieben. Schmenger betont, dass die Wachstumstreiber für den Handelsriesen der Online-Handel und steigende Marktanteile bleiben sollten.
Auch die UBS sieht nur noch Potenzial bis 130 Dollar (zuvor: 141 Dollar), die Kaufempfehlung wird bekräftigt. Analyst Michael Lasser betont, dass die Q2-Zahlen die Komplexität der Anlagestory hinter der Aktie des Handelskonzerns unterstrichen habe. Die Bilanzvorlage habe neue Fragen hinsichtlich der Entwicklung des US-Kerngeschäfts aufgeworfen.
Die kanadische Bank RBC kappte den Zielkurs um sechs auf 131 Dollar, die Einstufung lautet weiterhin "Outperform". Auch Steven Shemesh schrieb von verfehlten Erwartungen. Das wiederum werfe seiner Meinung nach Fragen hinsichtlich des Wachstums und der Bewertung des Handelsriesen auf.
Deutliche Kurszielanpassungen für Walmart gab es darüber hinaus bei JPMorgan (von 137 auf 125 Dollar) und der Citigroup (von 147 auf 132 Dollar).
Die Walmart-Aktie muss nach dem enttäuschenden Q2-Bericht der hohen Bewertung Tribut zollen. Am ersten Handelstag nach der Zahlenvorlage wird der Dow-Jones-Titel abermals auf ein neues Jahrestief gedrückt. Der Stopp des AKTIONÄR bei 90 Euro wurde gerissen und die Aktie mit einem kleinen Plus seit der Empfehlung im vergangenen August verkauft.
Heute, 16:17
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