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21.01.2022 Carsten Kaletta

Hugo Boss: Daniel Grieder wird das Tempo hochhalten

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Hugo Boss

Hugo Boss hatte jüngst überragende Zahlen vorgelegt. Doch die rasant steigenden Corona-Zahlen lassen Anleger aktuell auf die Verkäuferseite wechseln. Das Problem: Die besonders ansteckende Omikron-Variante führt dazu, dass die Menschen derzeit eher einen Bogen um die Innenstädte machen. Doch langfristig sind die Aussichten für den Modekonzern gut.

Hugo Boss will sich nicht auf den jüngsten Erfolgen in Form des besten Quartalsergebnisses der Historie ausruhen. So soll nach Aussagen von Konzernlenker Daniel Grieder in den kommenden Wochen die „größte Marketingkampagne in unserer Unternehmensgeschichte“ starten. Dafür will der Ex-Tommy-Hilfiger-Chef nicht kleckern, sondern klotzen. Konkret sollen in den E-Commerce-Ausbau und die Erneuerung der stationären Läden in den kommenden Jahren 500 Millionen fließen. Zudem wollen die Metzinger 100 Millionen Euro für Marketing und 150 Millionen Euro für die Digitalisierung ausgeben – gerade das Thema „Digitalisierung“ wird bei Grieder groß geschrieben.

Der Schweizer hat folgerichtig ambitionierte Ziele. Vier Milliarden Euro sollen bis 2025 umgesetzt und dabei eine EBIT-Marge zwölf Prozent erwirtschaftet werden. Zur Einordnung: Im Jahr 2021 erlöste Hugo Boss 2,8 Milliarden Euro, der operative Gewinn betrug 228 Millionen Euro – das entspricht einer EBIT-Marge von 8,1 Prozent.

Und Corona sollte auch nur temporär ein größeres Problem für den Modekonzern sein. Medial bekannte Virologen wie Christian Drosten, Klaus Stöhr und Anthony Fauci erwarten nämlich ab Mitte Februar ein Abebben der Omikron-Welle und damit das Übergehen der Pandemie in eine Endemie. Diese Szenarien dürften den privaten Konsum in diesem Jahr gewaltig ankurbeln. Das Münchner Ifo-Institut erwartet, dass die Konsumausgaben 2022 um kräftige 6,5 Prozent zulegen.

Die Aktie fällt am Freitag im Zuge der Corona-Ängste rund 3,5 Prozent auf 53,00 Euro.

Hugo Boss (WKN: A1PHFF)

Die langfristigen Aussichten für den Metzinger Modekonzern sind gut, da viele Wirtschaftsinstitute mit weiter steigenden Konsumausgaben rechnen. Zudem hat Erfolgsmanager Grieder, der erst seit 1. Juni 2021 amtiert, mit seiner Arbeit im Grunde erst begonnen. Investierte Anleger bleiben weiter dabei und lassen die Gewinne laufen.

(Mit Material von dpa-AfX)

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