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26.06.2020 Marion Schlegel

H&M: Schwaches Quartal – war’s das?

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Hennes & Mauritz

Die Corona-Krise hat die schwedische Modekette Hennes & Mauritz (H&M) hart getroffen. Wie das Unternehmen am heutigen Freitag in Stockholm mitteilte, rutschte man im zweiten Quartal deutlich in die Verlustzone. Die Aktie reagierte auf den Quartalsbericht ebenfalls mit einem deutlichen Minus. Am Nachmittag notiert H&M auf Xetra vier Prozent im Minus bei 13,49 Euro.

Der Konzern, der wegen der Pandemie zeitweise mehrere tausend Läden hatte schließen müssen, wird nun im Laufe des Jahres unter dem Strich sein Filialnetz weltweit um rund 40 Läden verkleinern, so H&M.

Hennes & Mauritz (WKN: 872318)

Das zweite Quartal des Geschäftsjahres begann Anfang März und lief bis Ende Mai, es umspannt damit die bisherige Hochphase der Corona-Krise in Europa. Im Berichtszeitraum belief sich der Verlust nach Steuern auf 4,9 Milliarden schwedische Kronen (470 Millionen Euro), im Vorjahresquartal hatte H&M noch einen Gewinn von 4,5 Milliarden schwedische Kronen eingefahren. Bereinigt um Sondereffekte lag das Ergebnis unter den Erwartungen von Analysten.

Trotz der Belastungen verfügt das Unternehmen den eigenen Angaben zufolge über ausreichend Liquidität: Ende Mai belief sich der Barmittelbestand auf 12,7 Milliarden schwedische Kronen.

Nach Konzernangaben waren Mitte April rund 80 Prozent der H&M-Läden dicht. Zwar konnte das Online-Geschäft im gesamten Quartal fast um ein Drittel zulegen, doch wie bereits bekannt, sanken die Gesamterlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte auf 28,66 Milliarden schwedische Kronen (2,7 Milliarden Euro).

Trotz des heutigen Rücksetzer liegen AKTIONÄR-Leser seit der Empfehlung im März noch immer gut im Plus – rund 47 Prozent ging es seitdem nach oben. DER AKTIONÄR bleibt zuversichtlich und empfiehlt, an Bord zu bleiben. Im kommenden Quartal dürften sich die jüngsten Corona-Lockerungen deutlich positiv bemerkbar machen. Erfreulich ist zudem die Entwicklung des Online-Handels.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Hennes & Mauritz.