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13.10.2021 Andreas Deutsch

Amazon: 100 Tage neuer Chef – das ist seine Bilanz

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Wenn einer der besten Manager aller Zeiten den Weg freimacht für einen Nachfolger, dann schlägt das immer große Wellen. Bei Amazon war es im Frühjahr nicht anders, als Jeff Bezos bekannt gab, er werde den CEO-Posten an langjährigen AWS-Chef Andy Jassy übergeben. Dessen Bilanz nach genau 100 Tagen: ausbaufähig.

Seit dem 5. Juli ist der 53-jährige Jassy für die Geschicke bei Amazon verantwortlich. Die Börse hat Jassy bislang nicht groß überzeugt. Die Performance der Aktie: -1,4 Prozent. Währenddessen hat der GAFAM 13 Prozent zugelegt.

Jassy und die Amazon-Aktionäre können sich trösten, indem sie einen Blick auf den Apple-Kurs werfen. 2011, als Tim Cook Nachfolger des großen Steve Jobs wurde, fremdelte die Börse mit ihm monatelang. Sechs Monate nach Amtsantritt notierte die Apple-Aktie 3,7 Prozent im Minus, während der S&P 500 zwei Prozent gewonnen hatte.

Doch dann kam die Wende: Bis Ende 2011 hatte Cook eine Performance von 16 Prozent geschafft, während der S&P 500 drei Prozent verloren hatte.

Bei Jassy ist es wie bei Cook. Die Fußstapfen, in die beide getreten sind, könnten größer nicht sein. Jobs war genau wie Bezos ein Genie, ein Erfinder, ein charismatischer Guru, der die Apple-Fangemeinde regelmäßig begeisterte. Bezos hat Amazon ins Leben gerufen, immer weiter ausgebaut, hat enormes Wachstumspotenzial (Beispiel Cloud) entdeckt und konsequent genutzt.

Jassy arbeitet zwar schon lange im Konzern und hat tolle Arbeit bei AWS geleistet. Trotzdem muss er erst noch beweisen, dass er das Schlachtschiff Amazon unter Beobachtung Millionen von Aktionären lenken kann. Positiv ist, dass er genauso groß denkt wie Bezos und stets offen für Neues ist. Jüngstes Beispiel: seine Begeisterung für Online-Gaming. Laut Jassy könnte Gaming „das größte Entertainment-Business“ werden.

Amazon.com (WKN: 906866)

Stillstand wird es mit Jassy an der Amazon-Spitze nicht geben. Das Potenzial für den Konzern – sowohl in den Kerngeschäften, als auch in neuen Bereichen wie etwa Fintech, Robotik oder eben Gaming – ist auch 28 Jahre nach der Gründung immens. Jassy macht den Eindruck, dass er das verstanden hat. DER AKTIONÄR bleibt optimistisch und hält Amazon weiterhin für ein Must-have.

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