Die Comebacks nach Corona
12.01.2021 Benjamin Heimlich

Zynga: Da geht noch was

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Zynga

Nach dem Einbruch Anfang November als Reaktion auf die saftigen Verluste im dritten Quartal 2020 hat sich die Aktie des Spieleentwicklers Zynga wieder erholt und notiert deutlich oberhalb der Unterstützungslinie von 9 Dollar. Getrieben von starken Mobile-Gaming-Zahlen ist auch das 52-Wochen-Hoch wieder in Reichweite.

Die Amerikaner sind besonders aktiv im Mobile-Gaming: Alleine in diesem Bereich verzeichnete das Unternehmen 31 Millionen täglich aktive Spieler im Q3 2020. Das sind rund 40 Prozent mehr als im Vorquartal und 53 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Für 2021 rechnen die Analysten von Statista mit weltweit knapp 1,8 Milliarden Usern von Mobile-Games, die im Durchschnitt etwa 61 Dollar Umsatz pro Spieler einbringen. Die Erwartungen für 2025 liegen bei 2,2 Milliarden Nutzern beziehungsweise rund 72 Dollar.

Zynga (WKN: A1JMFQ)

Wachstum in diesem Segment schafft Zynga auch durch Akquisitionen: Im Sommer übernahm das Unternehmen die Istanbuler Spieleschmiede Peak Games für 1,8 Milliarden Dollar. Der Zukauf brachte knapp zwölf Millionen täglich aktive User.

Im Herbst folgte die Übernahme von 80 Prozent des ebenfalls in Istanbul ansässigen Games-Entwicklers Rollic. Die Türken bringen weitere fünf Millionen täglich aktive User mit, waren aber in den Zahlen für das dritte Quartal noch nicht berücksichtigt.

Aufgrund des starken Wachstums im Mobile-Gaming-Segment und der jüngsten Akquisitionen sieht DER AKTIONÄR Zynga gut aufgestellt und bleibt bei seiner Empfehlung sowie dem Kursziel von 10,50 Euro.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.