22.07.2016 Fabian Strebin

Wirecard expandiert in Asien: Was ist jetzt zu tun?

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Wirecard

Die Aschheimer befinden sich weiter auf Wachstumskurs. Mit einer Kooperation in Indonesien wird das dortige Engagement ausgebaut. Interessante Neuigkeiten gibt es zudem für Wirecard auch in der Türkei.

Mobiles Bezahlen ist in

Die EZB hat kürzlich angekündigt, dass in Zukunft keine neuen 500 Euro Scheine mehr in Umlauf gebracht werden. Doch wen kümmert das schon? Bargeld wird immer mehr zum Relikt einer analogen Welt. Im Zeitalter der Smartphones wird mobiles Bezahlen über unterschiedliche Apps und Technologien wie die kontaktlose Near-Field-Communication immer beliebter. In Deutschland ist einer der Profiteure das Aschheimer Unternehmen Wirecard.

Auf Expansionskurs

Während die Deutschen ihr Geld lieber noch anfassen wollen, sieht der internationale Trend anders aus. Wirecard investiert deshalb kräftig im Ausland. Kürzlich gelang mit dem Aufkauf des Konkurrenten Citi Prepaid Card der Einstiegt in den nordamerikanischen Markt. Seit 2013 ist man schon in Indonesien aktiv. Damals wurde PT Arisma Indonesia, ein Spezialist für Zahlungsverkehrsdienstleistungen, übernommen. Um noch stärker vom Wachstum im Zukunftsmarkt Asiens profitieren zu können, hat Wirecard erneut zugeschlagen. Mit der regionalen Ingenico-Tochter wurde jetzt in Indonesien eine Kooperation eingegangen. Zahlungen mit Kreditkarten und der Near-Field-Communication sollen über die Infrastruktur von Ingenico abgewickelt werden.

Wegweisende Zusammenarbeit mit Burger King

Vielversprechend ist auch das neueste Projekt von Wirecard in der Türkei. Dort wickelt das Unternehmen für die amerikanische Schnellrestaurantkette Burger King seit kurzem den kompletten Zahlungsverkehr ab. Bereits seit Jahresanfang können deren Kunden ihre Menüs online bestellen. Burger King liefert dann seine Produkte zu den Kunden nach Hause. Durch die Kooperation mit Wirecard kann man jetzt bequem online bezahlen.

Starke Wachstumsbranche, aber…

Dass Wirecard in einem absoluten Zukunftsmarkt tätig ist, ist unbestritten. Ebenso baut das Unternehmen seine Aktivitäten konsequent in vielversprechenden Märkten aus. Die mehrmaligen Shortattacken, zuletzt im Februar 2016, und die schwerwiegenden Anschuldigungen gegen das Unternehmen sorgen allerdings für einige Unsicherheit. Charttechnisch steht die Aktie kurz vor dem Ausbruch über die 200-Tage-Linie. Der Widerstand wurde diese Woche bereits zwei Mal erfolglos getestet. Insgesamt bleiben die Papiere von Wirecard risikoreich.

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6