28.05.2019 Nikolas Kessler

Wirecard: Das Comeback ist (fast) perfekt

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Wirecard

Die Wirecard-Aktie setzt ihren Aufwärtstrend am Dienstag fort und klettert zum Handelsstart über die 160-Euro-Marke. Die Verluste nach den Bilanz-Vorwürfen der Financial Times sind damit nahezu aufgeholt und das bisherige Jahreshoch bei 170,70 Euro rückt in greifbare Nähe. Für den AKTIONÄR wäre aber auch das nur ein Zwischenziel.

Für fundamentale Unterstützung sorgt am Dienstag eine Unternehmensmeldung: Demnach will der Zahlungsspezialist künftig noch stärker auf kleine und mittelgroße Händler als Abnehmer seiner Payment-Technologie setzen. Am Dienstag wurde deshalb eine erweiterte Version des Online-Shop-Systems SUPR vorgestellt.

SURP richtet sich an Händler, die ihre Waren im E-Commerce und auf Social-Media-Kanälen anbieten. Das System ermöglicht es, kostengünstig und ohne Programmier-Kenntnisse einen Webshop zu eröffnen und zu betreiben.

„Jeder Händler ist auf die Digitalisierung des eigenen Geschäftsmodells und damit die Ermöglichung eines optimalen Kundenerlebnisses angewiesen“, sagt Philipp Walter, Vice President SUPR by Wirecard. „Unsere einfache, optisch ansprechende und professionelle Lösung nimmt Händlern alle technischen Hürden und ermöglicht somit den Betrieb eines Online-Shops, bei dem der Händler sich voll auf den Verkauf seiner Produkte und Dienstleistungen fokussieren kann.“

Riesige Nachfrage

SUPR wurde im Jahr 2012 gestartet und 2016 von Wirecard übernommen. Nach Unternehmensangaben sind aktuell rund 60.000 Händler bei dem Shop-System registriert. Monatlich kommen über 800 neue Online-Shops hinzu. Betrieben wird das System von einem eigenen Entwickler-Team, die Zahlungen laufen jedoch über die Plattform von Wirecard.

Gewinne laufen lassen!

Unterstützt von positiven Unternehmensmeldungen, bullishen Analystenkommentaren und neuer Übernahmefantasie in der Branche hat die Wirecard-Aktie ihre dynamische Aufwärtsbewegung zuletzt weiter beschleunigt. Allein auf Monatssicht beläuft sich das Kursplus auf rund 30 Prozent. Investierte Anleger lassen die Gewinne laufen. Das Kursziel des AKTIONÄR lautet 200 Euro.

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

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Seitenanzahl: 128
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Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6