09.04.2015 Stefan Limmer

Wirecard-Aktie nach Zahlen: Noch viel Luft nach oben

-%
DAX
Trendthema

Wirecard hat am Mittwoch sehr gute Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 vorgelegt. Der Umsatz kletterte um 24,8 Prozent auf 601 Millionen Euro, das operative Ergebnis stieg sogar um 37,3 Prozent auf 172,9 Millionen Euro. Mittlerweile haben sich auch etliche Analysten zu Wort gemeldet.

 Die Commerzbank hat die Einstufung für Wirecard auf "Buy" mit einem Kursziel von 40 Euro belassen. Der Zahlungsabwickler bleibe auf dem Wachstumspfad, schrieb Analystin Heike Pauls in einer Studie vom Mittwoch. Optimistischer ist das Analysehaus Kepler Cheuvreux. Analyst Sebastian Sztabowicz erhöhte das Kursziel für die Aktie von 41 auf 46 Euro. „Der Zahlungsabwickler hat einen positiven Ausblick auf 2015 gegeben. Das Unternehmen bleibt eine attraktive Wachstumsstory und die hohe Bewertung der Aktie bleibt gerechtfertigt“, so der Analyst in seiner jüngsten Präsentation.

50 Prozent Kurspotenzial

Das größte Kurspotenzial traut die US-Investmentbank Goldman Sachs dem TecDAX-Titel zu. Zwar senkte Analyst Mohammed Moawalla in seiner Studie das Kursziel marginal von 62 auf 61 Euro, auf dem derzeitigen Kursniveau entspricht das Gewinnpotenzial aber  immer noch mehr als 50 Prozent. „Die jüngst unterdurchschnittliche Kursentwicklung der Aktie bietet eine attraktive Kaufgelegenheit“, so der Moawalla. Der Zahlungsabwickler biete eine starke organische Wachstumsdynamik und dürfte in der letzten Aprilwoche Eckdaten zum ersten Quartal berichten, welche diese belegen sollten.

Vor Kaufsignal

Die Aktie von Wirecard hat in den letzten Wochen um die 40 Euro-Marke konsolidiert. Mit den Zahlen im Rücken sollte die Aktie nun einen Gang höher schalten. Am Donnerstag zählt Wirecard zu den größten Gewinnern im TecDAX. Gelingt der Ausbruch über das alte Hoch bei 42,25 Euro, wird ein frisches Kaufsignal generiert.

(mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

Autoren: Gebert, Thomas
Seitenanzahl: 272
Erscheinungstermin: 05.12.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-655-4