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Wall Street: Die ADP‑Daten sind da

Wall Street: Die ADP‑Daten sind da
Foto: Envato/KI-generiert
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Jan-Paul Fóri Heute, 15:12 Jan-Paul Fóri
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Die US-Börsen dürften am Dienstag verhalten in den Handel starten. Der ADP-Bericht signalisiert eine leichte Erholung am Arbeitsmarkt, während der Empire-State-Index im September deutlich nachgegeben hat. Gleichzeitig ziehen die Preise in der New Yorker Industrie wieder stärker an. Im vorbörslichen Handel stehen vor allem Dave & Buster’s, Enova, Etsy und Sysco im Fokus.

  • ADP: Private Arbeitgeber schufen Ende August im Schnitt 16.250 Stellen pro Woche – mehr als in der Vorwoche.
  • Empire State: Der Index fiel von 20,6 auf 7,6 Punkte, blieb damit aber im Wachstumsbereich.
  • Aktien im Fokus: Dave & Buster’s und Enova stehen nach Unternehmensnachrichten unter Druck, Etsy profitiert von einer Hochstufung.

Der ADP-Bericht hat sich zuletzt verbessert. Für die vier Wochen bis zum 29. August weist die vorläufige Schätzung einen durchschnittlichen Beschäftigungszuwachs von 16.250 Stellen pro Woche aus. In der Vorwoche waren es 12.250. Damit stieg der Wert bereits die zweite Woche in Folge.

Der Trend bleibt jedoch verhalten. Mitte Juni lag der Wert noch bei 24.250 Stellen pro Woche. Die jüngste Verbesserung spricht deshalb eher für eine Stabilisierung als für einen kräftigen Aufschwung. Zudem handelt es sich um einen gleitenden Vier-Wochen-Durchschnitt mit zweiwöchigem Zeitverzug. Revisionen sind möglich.

Wichtig für die Einordnung: Der ADP-Bericht basiert auf realen Lohnabrechnungsdaten von Unternehmen, ist aber nicht als Prognose für den offiziellen Arbeitsmarktbericht des Bureau of Labor Statistics gedacht.  

Für die Wall Street ist das Signal damit ambivalent. Ein weiter nachlassender Arbeitsmarkt würde die Argumente für eine lockerere Geldpolitik stärken. Die leichte Erholung nimmt diesem Szenario kurzfristig etwas Druck, ohne eine robuste Konjunktur anzuzeigen.

Empire State Index: Industrie wächst, aber die Kosten steigen

Der Empire-State-Index der Federal Reserve Bank of New York fiel im September um 13 Punkte auf 7,6. Im August hatte der Wert noch bei 20,6 Punkten gelegen. Werte über null signalisieren weiterhin eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit. Die Abkühlung ist dennoch klar. 

Das Bild im Detail ist uneinheitlich. Der Index für neue Aufträge stieg leicht auf 2,0 Punkte, während der Versandindex auf minus 3,2 Punkte fiel. Die Lieferzeiten verlängerten sich deutlich, der Index für die Lieferzeiten lag bei 18,8 Punkten. Zugleich verschlechterte sich die Verfügbarkeit von Vorprodukten weiter. 

Am Arbeitsmarkt der befragten Unternehmen blieb die Lage stabil. Der Beschäftigungsindex lag bei 10,6 Punkten. Der Index für die durchschnittliche Wochenarbeitszeit stieg auf 17,0 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit fast fünf Jahren.

Infront USA 30 Industrial (WKN: 969420)

Die Index-Futures tendierten am frühen Dienstag leicht schwächer. Die Futures auf den Dow Jones notieren rund 0,22 Prozent im Minus, der S&P 500 gab 0,10 Prozent nach. Die Nasdaq-100-Futures verloren 0,06 Prozent. Etsy legte vorbörslich rund drei Prozent zu. Oppenheimer stufte die Aktie von „Perform“ auf „Outperform“ hoch. Zudem sorgt Dave & Buster’s Entertainment verzeichnet bei den Einzelwerten den größten negativen Ausschlag unter den bekannten US-Titeln. Die Aktie verlor vorbörslich rund 17 Prozent. Grund: Die Quartalszahlen verfehlten die Erwartungen. Sysco, der Großhändler für Restaurants, Krankenhäuser und Schulen, kündigte indes eine Kapitalmaßnahme an, was den Kurs ebenfalls belastete.

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