12.06.2019 Florian Söllner

Vorsicht Tesla, BMW und VW: "Größte Krise seit 20 Jahren!“

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Bereits 2018 war ein kniffliges Jahr für die Automobilbranche. Doch jetzt schockt eine neue Studie vom Autoexperten Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer. Die vom US-Präsidenten Donald Trump ausgelösten Zollkriege und Sanktionen würden den Weltautomarkt immer tiefer in die Krise treiben. Konkret: Im Jahr 2019 werde die Nachfrage nach Neuwagen weltweit um mehr als vier Millionen Verkäufe schrumpfen. So erheblich war der Rückgang selbst in der Weltfinanzkrise 2008 und 2009 nicht. Dudenhöffer: „Derzeit erleben wir den größten Einbruch des Weltautomarkts mehr als seit 20 Jahren. Setzt der US-Präsident seine jüngste Drohung um, weitere US-Importe im Volumen von 300 Milliarden Dollar mit Strafzöllen zu belegen, besteht die Gefahr einer Weltautokrise.“

Das Jahr 2019 werde weltweit für die Autoindustrie mit mehr Stress verbunden sein als 2009. Am stärksten sei China betroffen. In den ersten vier Monaten sind die Fahrzeugverkäufe bereits um 15 Prozent eingebrochen. Auch wenn die Regierung nun gegensteuert, wird aufs Gesamtjahr ein zweistelliges Minus erwartet.

Auch Tesla betroffen

Autobauer wie BMW oder Toyota hätten dies zunächst noch relativ gut aufgefangen. Doch: „Bei der Geschwindigkeit des Marktrückgangs in China und der Eskalation des Handelskriegs werden die Q2-Ergebnisse Aktionären und Investoren wenig Freude bereiten. Dies gilt auch für die US-Unternehmen GM, Ford und Tesla. Dabei befindet sich gerade Tesla derzeit in einem sehr schwierigen Fahrwasser. Zusätzlich hat die chinesische Regierung von sogenannten schwarzen Listen von US-Unternehmen gesprochen. Damit könnte den US-Autobauern und Zulieferern zusätzlicher Ärger ins Haus stehen.“ Etwas Entspannung für Tesla gibt es ausgerechnet vom neuen Rivalen Audi: Die VW-Tochter muss wegen Brandgefahr 540 e-tron in den USA in die Werkstätten zurückrufen.

Zwar hat Tesla zuletzt gute Stückzahlen ausgeliefert – doch die große Frage bleibt: Zu welchem Preis? Wie stark haben sich die mehrfachen Preissenkungen auf die Marge ausgewirkt?

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.