Die Aktie von Vonovia befindet sich bereits seit längerer Zeit auf Talfahrt. Zuletzt hagelte es regelrecht immer weitere Mehrjahrestiefs. Doch gestern konnte sich die Anteilscheine des Immobilienriesen erholen. Auch im heutigen Handel legten die Papiere wieder leicht zu. Deutet sich nun eine nachhaltige Trendwende an oder geht es weiter nach unten?
Die größten Belastungsfaktoren für Vonovia sind in erster Linie die immer weiter steigenden Zinsen (die natürlich weltweit Immobilienfirmen negativ beeinflussen) sowie seit diesem Wochenende nun auch noch die Sorgen vor einer möglichen Enteignung in Berlin. Die von der Linken unterstützte Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ schlägt eine Entschädigung deutlich unterhalb des herkömmlichen Verkehrswerts vor. Dabei gibt sie eine Quote von 40 bis 60 Prozent an.
Bei einer Entschädigung von 40 Prozent wäre das im Falle Vonovias eine Entschädigung von 9,1 Milliarden Euro. Bei 50 Prozent wären es rund 11,4 Milliarden Euro und bei 60 Prozent rund 13,6 Milliarden Euro.
Knapp 100 Prozent Potenzial
Trotz der Unsicherheit in Berlin und der anziehenden Zinsen bietet die aktuelle Schwäche der Vonovia-Anteile nach Ansicht der Experten von Berenberg eine sehr gute Einstiegschance. So hat deren Analyst Kai Klose sein Kursziel von 34,50 Euro erneut bestätigt. Ausgehend vom derzeitigen Kursniveau errechnet sich daraus sattes Aufwärtspotenzial von knapp 100 Prozent. Wenig überraschend stuft er die DAX-Titel nach wie vor mit "Buy" ein.
Klose erklärte im Rahmen seiner Studie, dass der Immobilienriese in einem Gespräch mit der Privatbank die "hohe Belastbarkeit der Gewinnentwicklung" betont habe. Zudem sei man der Auffassung, dass eine Enteignung von großen Wohnungsunternehmen in Berlin verfassungswidrig sein dürfte.
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