Die Aktie des Wohnungsriesen Vonovia kommt einfach nicht in Tritt. Im Gegenteil. Zum Wochenauftakt liegt sie in einem recht neutralen Gesamtmarkt einmal mehr am DAX-Ende. Zudem taucht sie unter die Marke von 20,00 Euro. Die erneute Schwäche der Aktie des größten deutschen Wohnungskonzerns hat vor allem einen Grund.
Das Wichtigste kurz und knapp:
• Die Vonovia-Aktie fällt zum Wochenauftakt erneut ans DAX-Ende.
• Mit dem Rutsch unter 20,00 Euro hat sich das Chartbild weiter eingetrübt.
• Belastet wird der Wohnimmobilienwert vor allem durch neue Zinsängste.
Einmal mehr sind es die Zinsen, die den Aktien von Vonovia und Co. zusetzen. Diesmal kommen die Belastungen vor allem aus den USA. Dort haben zuletzt wieder gestiegene Zinsängste für Druck am Anleihemarkt gesorgt. Für Immobilienwerte ist das ein schwieriges Umfeld. Steigende Renditen machen die Refinanzierung teurer, drücken auf Immobilienbewertungen und schwächen die Attraktivität dividendenstarker Aktien.
Vonovia ist davon besonders betroffen. Der Konzern bleibt trotz Fortschritten beim Schuldenabbau hoch verschuldet. Entsprechend sensibel reagiert die Aktie auf jede Verschlechterung der Zinsaussichten. Solange Anleger befürchten müssen, dass die Finanzierungskosten hoch bleiben oder sogar weiter steigen, dürfte es für den Titel schwer werden, nachhaltig nach oben zu drehen.
Charttechnisch hat sich die Lage durch die erneuten Kursverluste weiter verschlechtert. Der Rutsch unter die Marke von 20,00 Euro ist ein negatives Signal. Damit fällt eine psychologisch wichtige Unterstützung weg. Nach dem bereits schwachen Börsenjahr setzt sich der Abwärtstrend fort.
Fundamental wirkt Vonovia auf den ersten Blick zwar attraktiv. Das KGV beträgt lediglich 11, das KBV 0,7. Hinzu kommt eine stolze Dividendenrendite von 5,9 Prozent. Das operative Vermietungsgeschäft bleibt zudem stabil. Die Nachfrage nach Wohnraum ist hoch, die Mieten steigen weiter. Doch all das Argumente reicht derzeit nicht aus, um die Aktie zu stützen.
Die erneute Schwäche der Vonovia-Aktie ist vor allem zinsgetrieben. Der Rutsch unter 20,00 Euro trübt das Chartbild zusätzlich ein. Auch wenn die Bewertung optisch günstig wirkt und das operative Geschäft solide bleibt, fehlt der entscheidende Auslöser einer Trendwende. Anleger bleiben daher unverändert an der Seitenlinie.
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Häufige Fragen zur Vonovia-Aktie
Warum steht die Vonovia-Aktie unter Druck?
Die Aktie leidet vor allem unter dem wieder gestiegenem Zinsniveau, höheren Finanzierungskosten und der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Immobilienbewertungen.
Was ist der wichtigste Faktor für Vonovia?
Neben der operativen Entwicklung ist die Zinsentwicklung entscheidend. Sinkende Zinsen würden Finanzierungskosten und Immobilienbewertungen entlasten.
Welche Kennzahlen sind bei Vonovia besonders wichtig?
Anleger sollten vor allem auf die Entwicklung der Mieteinnahmen, die Finanzierungskosten, den Verschuldungsgrad und die Immobilienbewertungen achten.
Heute, 13:23