Volkswagen hat in den ersten neun Monaten weltweit 6,01 Millionen Fahrzeuge und damit etwas weniger als im Vorjahreszeitraum ausgeliefert. Während Europa und Südamerika zulegen, drückt der Einbruch in China das Konzernergebnis. Bei Elektroautos zeichnet sich in Europa allerdings eine klare Trendwende ab.
- VWs Weltweite Auslieferungen sinken um neun Prozent auf 6,01 Millionen Fahrzeuge.
- BEV-Auslieferungen steigen in Europa im dritten Quartal um 20 Prozent.
- Der Auftragseingang für Elektroautos in Europa legt im dritten Quartal um mehr als 60 Prozent zu.
Der Volkswagen-Konzern bleibt unter Druck. Weltweit sanken die Auslieferungen von Januar bis September um neun Prozent auf 6,01 Millionen Fahrzeuge. Zuwächse in Europa und Südamerika reichten nicht aus, um den Einbruch in China und die Rückgänge in Nordamerika auszugleichen. Auch im vergangenen Quartal gab es mit minus 14 Prozent auf 1,86 Millionen Fahrzeuge einen deutlichen Rückgang.
Plug-ins wieder gefragt
Bei vollelektrischen Fahrzeugen fiel der Rückgang mit 5,4 Prozent auf 678.700 Einheiten geringer aus. Gleichzeitig stieg die Nachfrage nach Plug-in-Hybriden und Fahrzeugen mit Range Extender. Deren Auslieferungen legten weltweit um 23 Prozent auf 368.000 Fahrzeuge zu.
Europa und Südamerika wachsen
In Europa stiegen die Auslieferungen um 1,7 Prozent auf 2,96 Millionen Fahrzeuge. Westeuropa legte um 1,1 Prozent zu, Zentral- und Osteuropa um 5,3 Prozent. In Deutschland betrug das Plus 0,9 Prozent.
In Südamerika wuchs der Absatz um 4,3 Prozent auf 502.500 Fahrzeuge. Brasilien steuerte mit einem Plus von 12,3 Prozent den größten Impuls bei.
Nordamerika entwickelte sich schwächer. Die Auslieferungen sanken um vier Prozent auf 680.200 Fahrzeuge, in den USA betrug der Rückgang 7,8 Prozent.
China bleibt der Problemfall. Dort brach der Absatz um 30,2 Prozent auf 1,38 Millionen Fahrzeuge ein. Im übrigen Asien-Pazifik-Raum gingen die Auslieferungen um 9,1 Prozent zurück. Nahost und Afrika verzeichneten ein Minus von 5,7 Prozent.
Škoda top, Bentley flop
Unter den Pkw-Marken war Škoda der Lichtblick. Die tschechische Marke steigerte ihre Auslieferungen um 6,1 Prozent auf 812.400 Fahrzeuge. Besonders gefragt waren die Elektromodelle Elroq und Enyaq.
Am schwächsten entwickelte sich Bentley. Die Auslieferungen sanken um 17,5 Prozent auf 6.000 Fahrzeuge. Die geringe Stückzahl schränkt die Aussagekraft allerdings ein.
Zwar wächst VW in Europa und Südafrika, auf dem wichtigsten Absatzmarkt China bleiben die Verkaufszahlen jedoch enttäuschend. Der erhoffte Turnaround, der auch bei Porsche nur langsam voranschreitet, braucht weiter Zeit. Anleger machen daher weiterhin einen Bogen um die Aktie.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz..
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