01.04.2015 Thomas Bergmann

"Verkaufen Sie alle Aktien!"

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DAX
Trendthema

Der Wert der weltweiten Aktien ist seit Anfang 2015 bis einschließlich Montag um fünf Prozent gestiegen und damit so stark wie seit Ende 2013 nicht mehr. Geht es nach Steen Jakobsen von der dänischen Saxo Bank sollten Anleger das aktuelle Kursniveau nutzen, Kasse zu machen. Jakobsen hatte schon im letzten Jahr den Ölpreisverall richtig prognostiziert.

"Reduzieren Sie Ihr Aktienportfolio auf das Niveau, das es am 1. Januar letzten Jahres hatte, halten Sie das Geld in bar und nehmen Sie sich schön lange Sommerferien" sagte der Chefvolkswirt der Saxo Bank vor wenigen Tagen. "Sie werden kein Geld verdienen, aber Sie vermeiden das Abwärtsrisiko."

Störfeuer aus den USA und China

Nach Ansicht des Experten wird der wahrscheinliche Erhöhung der US-Leitzines die Volatilität am Markt erhöhen. Es drohe dem Anleger daher der Verlust aller Gewinne, die er in den letzten zwei Jahren erzielt hätte. Zudem würden in den USA und China die Volkswirtschaften langsamer wachsen und damit die Kurse belasten.

Auch die Niedrigzinspolitik der weltweiten Notenbanken würde nicht mehr wie erhofft das Wachstum stützen, so Jakobsen. Dafür dauere sie schon zu lange. Es gebe zwar noch Investmentgelegenheiten in den Bereichen Energie und Bergbau, die wegen des Ölpreisverfalls stark unter Druck gerieten, doch grundsätzlich sind die meisten Aktien inzwischen zu teuer.

Long-Position ausgestoppt

DER AKTIONÄR hatte am Dienstag eine Long-Position auf den DAX mit Stopp bei unterhalb von 12.000 Punkten empfohlen. Dieser Stopp wurde noch am Nachmittag erreicht. Eine neue Einschätzung gibt es wie gewohnt kurz nach 10:00 Uhr im DAF DAX-Check.

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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