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11.01.2018 Michel Doepke

Verbio und IVECO mit CNG-Offensive bei LKW – Elektromobilität "definitiv keine Option"

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In Zukunft kommen im Fuhrpark des Bioenergieherstellers Verbio fünf IVECO-LKW mit CNG-Antrieb zum Einsatz. Betrieben werden die Transportfahrzeuge nur mit Biomethan aus Stroh. Damit gelingt es, eine 90%ige Reduktion von Kohlenstoffdioxid zu erzielen und gleichzeitig die Feinstaub- und Stickoxid-Aussstöße im Vergleich zum Diesel-LKW wesentlich zu vermindern. Auch bekannte Autohersteller wie Audi mit der "Win-Wind-Situation", Seat und Skoda geben dem Gas-Antrieb eine Chance.

Deutschland ist eine klassische Exportnation in Europa – ohne den Einsatz von LKWs ist es schlichtweg nicht möglich, den Güterverkehr aufrecht zu erhalten. In Zeiten der endlosen Debatten rund um den bösen Verbrennungsmotor ist die Elektromobilität in aller Munde. Doch ein nutzvoller Einsatz im Güterverkehr liegt in weiter Ferne. Gern wird der Streetscooter der Deutschen Post als Vorreiter in den Medien präsentiert. Inwiefern der Transporter mit einer Reichweite von 70 Kilometern allerdings alltagstauglich ist – gerade in ländlichen Regionen – ist fraglich.

Eine saubere Alternative wird gern vergessen: Der Biogas-Antrieb. Gerade im öffentlichen Nahverkehr hat CNG (compressed natural gas) eine Zukunftsperspektive und trägt massiv zur Reduktion von Stickoxiden in den Städten bei. Das Gleiche gilt für den Schwerlastverkehr. Verbio macht in der Pressemitteilung klar, dass die Elektromibilität in diesem Segment bislang nicht mithalten kann: "Die Grundbedingungen für den Schwertransport finden sich innerhalb der beiden Leitplanken hoher Gewichte und großer Entfernungen. In diesem Sektor ist E-Mobilität bis auf weiteres definitiv keine Option. Sehr wohl aber der Methanantrieb, der als CNG (compressed natural gas) oder in tiefgekühlter und verflüssigter Speicherform als LNG (liquefied natural gas) den Transport hoher Gewichte im internationalen Fernverkehr mit bis zu 1.600 km Reichweite ermöglicht." – heißt es in der aktuellen Mitteilung von Verbio.

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Impulse fehlen weiter

Gewinnt das Thema rund um die Biokraftstoffe in Deutschland stärker an Bedeutung, verfügt die Verbio-Aktie über hohes Aufwärtspotenzial. Zusätzliche Kursfantasie bietet ein möglicher Markteintritt in Indien. Gelingt der Sprung über den horizontalen Widerstand im Bereich von 9,00 Euro, winken Anschlussgewinne bis in die Kursregion von 10,00 Euro. Mutige Anleger gehen eine spekulative Trading-Position ein und sichern diese mit einem Stoppkurs knapp unterhalb des Oktobertiefs 2017 von 7,40 Euro ab.

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