24.04.2017 Michel Doepke

Verbio-Aktie: Charttechnisch angeschlagen – Kursziel 4,50 Euro?

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Verbio
Trendthema

Das Papier von Verbio zählte zu Jahresbeginn zu den absoluten Top-Performern im Nebenwertebereich. Binnen sechs Monaten konnte die Aktie von 4,50 Euro auf ein neues Mehrjahreshoch bei 13,48 Euro klettern. Doch große Insiderverkäufe sorgten im Anschluss für einen massiven Abverkauf. Laut einer Analyse von Elliott-Waves.com droht ein weiterer Kursrutsch.

Die Charttechnik prophezeie nichts Gutes. Die Elliott-Wellen-Chartanalyse offenbart weiteres Korrekturpotenzial für die Verbio-Aktie bis in den Kursbereich von 4,50 Euro. Dort verlaufen eine breite Unterstützungszone sowie das 38er-Retracement. Unabhängig von Fundamentaldaten müsse die Aktie weiter korrigieren.

DER AKTIONÄR teilt diese Ansicht nicht! Bei 4,50 Euro wäre Verbio an der Börse mit rund 284 Millionen Euro bewertet. Laut der aktuellen Prognose plant CEO Claus Sauter ein EBITDA von 90 Millionen Euro sowie ein Cash-Bestand von 120 Millionen Euro per Ende Juni 2016. Zur Erinnerung: Nach sechs Monaten erwirtschaftete Verbio bereits ein EBITDA von 49 Millionen Euro. Aufschluss darüber, ob die starke fundamentale Entwicklung auch im dritten Quartal sich fortsetzte, werden die Quartalszahlen am 11. Mai 2017 zeigen. In jedem Fall spielten die Bioethanolpreise dem Bioenergie-Konzern zu Jahresbeginn in die Karten.

Zuletzt konnte sich die Verbio-Aktie an einer wichtigen Unterstützungszone wieder stabilisieren. Gut möglich, dass die Aktie von diesem Niveau wieder nach oben dreht.

Auch wenn die Empfehlung von DER AKTIONÄR ausgestoppt wurde, bleibt das Papier von Verbio ein interessanter Wert im deutschen Nebenwerte-Segment. Spätestens (!) wenn der Wert seinen Aufwärtstrend wieder aufnimmt, bieten sich neue Positionen an. Watchlist! 

Kann man Expertenratschlägen guten Gewissens vertrauen?

Autor: Schwager, Jack D.
ISBN: 9783864701801
Seiten: 432
Erscheinungsdatum: 17. Februar 2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

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Expertenratschlägen kann man guten Gewissens vertrauen? Um die geheimnisvollen Hedgefonds sollte Otto Normalanleger lieber einen großen Bogen machen? Volatilität frisst Renditen auf? Lauter beliebte Börsen-„Wahrheiten“ – die sich als falsch oder zumindest zweifelhaft erweisen, wenn man genauer hinsieht. Jack Schwager geht in die Tiefe und deckt Fehleinschätzungen, Irrtümer und Missverständnisse auf. Nach der Lektüre wissen die Leser, wie die Märkte wirklich funktionieren und welche Lehren Kleinanleger wie Finanzprofis daraus ziehen sollten.