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Foto: Varta
23.02.2021 Michael Schröder

Varta-Aktie: -25% seit den Zahlen – Analysten bleiben skeptisch

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Varta

Die Varta-Aktie ging nach der Vorlage der Zahlen für 2020 und einem verhaltenen Ausblick auf das laufende Jahr deutlich in die Knie. Nachdem auch Berenberg-Analystin Charlotte Friedrichs ihr "Buy"-Votum aufgegeben hat, rät kein Experte mehr zum Kauf der Varta-Papiere. Mehrheitlich wird inzwischen vielmehr zum Verkauf der Papiere geraten.

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Zwar hatte Varta im Corona-Jahr 2020 über ein starkes Wachstum berichtet und will auch erstmals eine Dividende zahlen, der Wachstumsausblick auf 2021 enttäuschte dagegen. Im laufenden Jahr will der Batteriehersteller rund 940 Millionen Euro (Vorjahr: 870 Millionen Euro) umsetzen und die bereinigte EBITDA-Marge um bis zu 2,5 Prozentpunkte auf bis zu 30 Prozent steigern. Vor allem beim Umsatz hatten Analysten mit mehr gerechnet und im Schnitt über eine Milliarde Euro Erlös auf dem Zettel.

Die Planvorgaben machten deutlich, dass das Hoch am 30. Januar wohl nicht fundamental, also mit der Entwicklung des Unternehmens, begründet war. Vielmehr hatten Anleger, aufgeheizt durch die vorangegangene Kursexplosion der GameStop-Aktie, die missliche Lage von Leerverkäufern genutzt und so heftige Kursreaktionen ausgelöst und die Aktie zwischenzeitlich auf ein neues Allzeithoch bei 181,30 Euro getrieben.

Hier setzen auch die Strategen von Stifel Europe an. Der Aktienkurs sei stark von der Hoffnung angetrieben worden, dass Varta in absehbarer Zeit in den Markt für größere Batteriezellen einsteigt, so Analyst Florian Pfeilschifter. Bislang gebe es aber noch zu wenige Informationen, um die Absatzmöglichkeiten der von Varta selbst entwickelten Lithium-Ionen-Akku-Rundzellen der Bauform 21700 wirklich bewerten zu können. Zudem hätten die Quartalsergebnisse des Batteriekonzerns alles in allem ebenso enttäuscht wie die Prognose und die Aussagen des Managements im Anschluss an die Zahlenvorlage. Pfeilschifter hat das Kursziel daher von 97 auf 92 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen.

Varta (WKN: A0TGJ5)

Seit Vorlage der Zahlen am vergangenen Donnerstag hat der Kurs in der Spitze über 25 Prozent an Wert verloren, vom Hoch sind es bereits rund 37 Prozent. Mit dem Bruch der charttechnischen Unterstützungszone zwischen 126 und 134 Euro droht nun sogar ein Rücksetzer in Richtung der 100-Euro-Marke. Dabei dürfte die Volatilität recht hoch bleiben. Selbst eine zwischenzeitliche dynamische Gegenbewegung ist nicht ausgeschlossen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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