Investieren wie Peter Lynch - So geht's
17.02.2021 Carsten Kaletta

Varta: Dividenden-Ankündigung versus vorsichtige Umsatzprognose

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Varta

 Das wird die Anleger auf jeden Fall freuen: Varta will nach einem Jahr mit starkem Wachstum, wie in Aussicht gestellt, erstmals seit dem Börsengang 2017 eine Dividende zahlen. Je Aktie sollen die Anteilseigner für das abgelaufene Geschäftsjahr 2,50 Euro erhalten, wie das Batterie-Unternehmen überraschend am Mittwochabend mitteilte. Bei den Wachstums-Prognosen für 2021 bleibt der MDAX-Konzern hingegen eher vorsichtig. In einer ersten Reaktion auf der Handelsplattform Tradegate verliert die Aktie mehr als fünf Prozent.

So soll der Umsatz 2021 auf rund 940 Millionen Euro steigen. Für 2020 standen zuletzt 840 bis 860 Millionen im Plan (2019: 364 Mio Euro). Analysten hatten für das laufende Jahr im Schnitt bereits 1,08 Milliarden Euro auf dem Zettel. Varta profitiert insbesondere von der bisher starken Marktstellung bei aufladbaren Batterieknopfzellen für die boomenden kabellosen Kopfhörer

Für die um Sondereffekte bereinigte Marge von Zinsen, Steuern und Abschreibungen sieht das Varta-Management 2021 einen Anstieg von 2,5 Prozentpunkten auf bis zu 30 Prozent vor. Die rechnerischen 27,5 Prozent aus 2020 lägen damit etwas besser als die Analystenschätzungen (knapp 27 Prozent). Weitere Angaben machte Varta zunächst nicht - an diesem Donnerstag legt das Unternehmen die vorläufigen Zahlen für das abgelaufende Jahr vor.


Varta (WKN: A0TGJ5)

Die Dividenden-Ankündigung von Varta ist de facto positiv – konkret bedeutet eine Ausschüttung von 2,50 Euro je Anteilsschein eine Rendite von immerhin 1,6 Prozent. Vor dem Hintergrund der andauernden Niedrig-Zins-Phase ist das ein weiteres Kaufargument für die Aktie. Auch die Verbesserung der Margen ist ein Pluspunkt. Aus Sicht des AKTIONÄR, der das Papier des Batterie-Konzerns als laufende Empfehlung hat, sind die mittel- bis langfristigen Aussichten glänzend und die Umsatzprognosen womöglich zu konservativ. Kurzum: Investierte Anleger bleiben dabei. Etwaige Neueinsteiger warten das Zahlenwerk für 2020, das am morgigen Donnerstag kommuniziert wird, ab.

(Mit Material von dpa-AFX)