07.04.2017 Maximilian Völkl

US-Luftschlag schreckt Anleger – DAX fehlen die Impulse

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DAX
Trendthema

Die Entwicklung in Syrien belastet den DAX. Der deutsche Leitindex verliert am Freitag an Boden und ist wieder unter 12.200 Punkte gefallen. Nachdem sich die Stimmung nach dem Fed-Protokoll am Mittwoch bereits eingetrübt hatte, befürchten Anleger nach dem Luftangriff der US-Armee nun eine Eskalation im Nahen Osten.

Als Reaktion auf den Giftgas-Einsatz in Syrien haben die USA einen Luftwaffenstützpunkt der Armee angegriffen. Das Problem: Russland steht nach wie vor hinter dem Assad-Regime. Der Angriff könnte die Beziehungen zwischen den Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin somit weiter belasten. Und Spannungen zwischen den Weltmächten werden an der Börse nicht gern gesehen.

Ebenfalls im Fokus bleibt am Freitag das Treffen von Trump mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping. Nach dem Alleingang in Syrien wird die US-Position gegenüber China vor allem in der Nordkorea-Politik nun genau beobachtet. Für Anleger sind zudem die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten interessant. Die Analysten rechnen mit 180.000 neuen Jobs außerhalb der Landwirtschaft. Nach starken Zahlen der privaten Arbeitsagentur ADP wird allerdings spekuliert, ob die Schätzungen nicht zu niedrig sind.

Es bleibt spannend

Die politischen Unsicherheiten belasten den DAX. Grundsätzlich ist die Stimmung für Aktien allerdings weiterhin gut. Entsprechend halten sich die Verluste trotz der neuen Probleme in Grenzen. Anleger bleiben ruhig und im Turbo-Long mit der WKN DGK3M5 investiert. Der Stoppkurs liegt bei 12,00 Euro.

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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