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14.04.2021 Carsten Kaletta

Update Coinbase-Börsendebüt: Erster Kurs bei 381 Dollar – plus 52 Prozent gegenüber Referenzpreis

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COIN HODL

Die Finanzmärkte fiebern diesem Moment seit Wochen mit großer Spannung entgegen. Nun steht der erste Kurs für die Aktie der größten US-Handelsplattform für digitale Währungen fest. Die erste Notiz der Coinbase-Aktie lautet:  381 Dollar – und damit ein satter Aufschlag gegenüber dem Referenzpreis, der bei 250 Dollar lag. Das Niveau konnte das Papier allerdings nicht bis zum Handelsende halten.

Im regulären Handel konnte die Aktie ihre Gewinne zudem weiter ausbauen. Aufgrund der Euphorie der Investoren kletterte der Kurs von 381 Dollar schnell über die 400-Dollar-Marke und notierte in der Spitze bei 429,51 Dollar.  Danach ging es bis auf 310 Dollar (Tages-Tief) abwärts. Den Handel beendete der Newcomer bei 329 Dollar

Unter Zugrundelegung der ersten Kurses von 381 Dollar erreicht die größte US-Handelsplattform für Krypto-Währungen eine Gesamtbewertung von knapp 100 Milliarden Dollar und wird damit aktuell höher gehandelt als jeder herkömmliche Börsenbetreiber. Das Unternehmen aus San Francisco profitiert stark vom Krypto-Boom, der die älteste und bekannteste Digitalwährung Bitcoin zur Wochenmitte zeitweise auf ein Rekordhoch bei fast 65 000 Dollar getrieben.

Mit dem jüngsten Quartalsbericht gelang es Coinbase, vor dem Börsengang bereits ein beeindruckendes Ausrufezeichen zu setzen. Allein im ersten Quartal dürfte der Nettogewinn zwischen 730 Millionen und 800 Millionen Dollar gelegen haben, wie Coinbase kürzlich mitteilte. Das wäre mehr als doppelt so viel wie im gesamten vergangenen Jahr. Da hatte man 322 Millionen Dollar erwirtschaftet. Der Umsatz hatte sich im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 1,8 Milliarden Dollar verbessert und damit sogar fast verzehnfacht – im ersten Quartal 2020 waren es lediglich 191 Millionen Dollar.

Viele Experten halten dies angesichts der starken Schwankungen am Kryptomarkt aber für einen Ausreißer. Bei der Premiere an der Nasdaq handelte es sich nicht um einen klassischen Börsengang, sondern eine Direktplatzierung. Da diese ohne ein vorheriges Preisbildungsverfahren durch Investmentbanken stattfand, war der Referenzpreis nur eine vage Richtschnur und kein direkter Indikator für den Einstandskurs.

 Eines steht fest: Heute wurde Börsen-Geschichte geschrieben. So ist die größte US-Handelsplattform für digitale Währungen an die Börse gegangen und kann nun selbst als Aktie gekauft werden. DER AKTIONÄR wird den Titel weiter beobachten. Watchlist!

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf Interessenkonflikt:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.