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United Internet: Ist nach der Drillisch-Übernahme noch Luft nach oben?

United Internet: Ist nach der Drillisch-Übernahme noch Luft nach oben?
Foto: Börsenmedien AG
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23.11.2017, 14:16 ‧ Matthias J. Kapfer

Erst vor einer Woche veröffentlichte der in Montabaur ansässige Internetdienstleister United Internet die Zahlen für das abgelaufene Quartal und stellte seine Anleger mit deutlichen Wachstumszahlen zufrieden. Grund hierfür waren vor allem die positiven Auswirkungen der Übernahme des Mobilfunkproviders Drillisch.

Bis Dezember diesen Jahres soll die Konsolidierung abgeschlossen, und Drillisch mehrheitlich in der Hand von United Internet sein. An der Börse gehört die Aktie seit Jahresanfang mit 65 Prozent zu den Top-Gewinnern. Deutliche Kursgewinne verzeichneten die Papiere vor allem nach Bekanntgabe der Übernahme. Aber wie geht es nach der Übernahme weiter?

Nachdem United Internet sich hinter der Telekom, Vodafone und Telefonica mit dem Zusammenschluss von der eingekauften Drillisch und hauseigenen 1&1 im deutschen Telekommunikationsmarkt positioniert hat, besteht nun die Herausforderung darin, das Feld von hinten aufzuräumen. Durch die Transaktionen wird der Konzern laut eigenen Prognosen über rund 33 Millionen kostenpflichtige Kundenverträge am Ende des Jahres 2017 verfügen – im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Plus von sechs Millionen Verträgen.

Weitere Zukäufe

Als sei die Investition in die Mobilfunksparte nicht genug, steckt United Internet weiterhin Geld in neue bzw. bestehende Beteiligungen. So wurde die Strato AG nach der Ankündigung im Dezember 2016 bereits im April dieses Jahres bereits vollständig konsolidiert. Im Laufe des Geschäftsjahrs folgten Beteiligungen an Warburg Pincus, einer Private-Equity-Unternehmung, sowie rankingCoach, ein Unternehmen, das Produkte im Bereich Online Marketing verkauft. Weiterhin stockte United Internet bei Kabelfrensehspezialist Tele Columbus auf.

Analysten geteilter Meinung

Während die Deutsche Bank das Kursziel heute noch auf 65 Euro anhob, sorgte Goldman Sachs für Gegenwind. Die US-Investmentbank hatte das Ziel auf 62 Euro erhöht, jedoch stufte der Analyst Joshua Mills dabei die Aktie von „Buy“ auf „Neutral“. Nach anfänglichen Verlusten drehte die TecDAX-Aktie im Anschluss wieder ins Plus und dürfte ihren Aufwärtstrend nun in Richtung 60 Euro fortsetzen.

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