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26.01.2021 Martin Mrowka

TUI-Aktie leidet unter Merkel-Aussagen: Werden Reisen bald verboten?

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TUI

Die Bild-Zeitung hat offenbar Informationen aus einem CDU-internen Meeting erfahren, wonach Bundeskanzlerin Angela Merkel scharfe Kritik am Management der Corona-Krise geäußert haben soll. Auch die Reiselust der Deutschen missfalle Merkel. Deren Aussagen wiederum schicken die TUI-Aktie am Dienstag wieder auf Talfahrt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel soll in einer internen Videokonferenz mit den Fraktionsvorsitzenden der Union in Bund und Ländern scharfe Kritik am Management der Corona-Krise geübt haben. Wie die Bild-Zeitung heute in einem kostenpflichtigen Beitrag unter Berufung auf Teilnehmerkreise berichtet, sagte Merkel in der Besprechung am Sonntag: "Uns ist das Ding entglitten. Wir müssen noch strenger werden, sonst sind wir in 14 Tagen wieder da, wo wir waren."

Merkel sagte laut Bild: "Wir leben durch die Mutationen auf einem Pulverfass." Auch die Reiselust der Deutschen missfällt der Kanzlerin. Hundertmal habe sie in den Runden bereits die Frage gestellt: "Warum können wir die Reisen nicht verbieten?" Sie bekomme dann immer "die auf ehemalige DDR-Bürger gemünzte Antwort, dass wir ein freies Land sind".

Wenn Reiseverbote nicht durchsetzbar seien, müsse man die Deutschen auf andere Weise daran hindern, durch Auslandsreisen die Mutationen ins Land zu tragen. "Man kann nur Reisen unattraktiv unangenehm machen, etwa durch Quarantäne." Und: "Wir müssen den Flugverkehr so ausdünnen, dass man nirgendwo mehr hinkommt."

Die nach wie vor hohen Zahlen mit Corona-Neuinfektionen und die ansteckenderen Mutationen gepaart mit den Lieferproblemen der Impfstoffe machen es wahrscheinlich, dass der Reiseverkehr demnächst nochmal weiter eingeschränkt wird. Die TUI-Aktie reagiert am Dienstag-Vormittag in ansonsten freundlichem Börsen-Umfeld zeitweise mit einem Abschlag von 2,7 Prozent auf 3,83 Euro. Zuletzt verkleinerten sich die Verluste. (Hinweis: Die Kurse der TUI-Aktie werden im AKTIONÄR-Tool derzeit nicht korrekt dargestellt.) 

Die Erholung der Reise-Branche im Allgemeinen und des Geschäfts vom weltgrößten Tourismus-Konzern TUI im Speziellen könnte länger als erhofft auf sich warten lassen. DER AKTIONÄR, der die TUI-Aktie in seinem langfristigen "Schlag-den-Buffett-Depot" hält, bleibt für das Papier des weltweit größten Reiseveranstalters dennoch weiter vorsichtig optimistisch. Die Aktie ist derzeit nur für mutige Anleger mit entsprechendem Risikobewusstsein geeignet.

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