Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Quartalszahlen haben die Aktie von TSMC zuletzt unter Druck gesetzt. Bis zur wichtigen Unterstützung in Form der 200-Tage-Linie ist aber noch deutlich Luft. Derweil gibt sich das Unternehmen zuversichtlich und treibt den Ausbau seiner Kapazitäten in den USA mit hohem Tempo voran.
Der weltgrößte Auftragsfertiger für Chips erhöht sein Engagement in Arizona um weitere 100 Milliarden Dollar. Damit summiert sich das Investitionsvolumen des Konzerns dort auf insgesamt 265 Milliarden Dollar.
Finanzchef Wendell Huang begründet den Schritt mit einer anhaltend starken Nachfrage, die aus Sicht des Unternehmens über Jahre hinweg tragen dürfte. Vor allem im US-Markt sei das Interesse der Kunden hoch. Hinzu komme Unterstützung von staatlicher Seite. Für TSMC ist klar: Von diesem strukturellen Boom will der Konzern möglichst umfassend profitieren.
Um die wachsende Nachfrage bedienen zu können, arbeitet TSMC nach Angaben des Finanzchefs intensiv daran, seine modernsten Fertigungskapazitäten anzupassen. So werde die Produktion im 5-Nanometer-Bereich zügig auf die fortschrittlichere 3-Nanometer-Technologie umgestellt, um Kunden schneller beliefern zu können.
Auch beim Aufbau der US-Fertigung sieht sich das Unternehmen auf Kurs. Die erste Phase des Standorts in Arizona läuft bereits mit 4-Nanometer-Technik. In den kommenden Quartalen dürfte die Bedeutung des Werks weiter zunehmen. Als nächsten wichtigen Umsatztreiber rückt dabei die 2-Nanometer-Technologie in den Fokus.
Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Strukturgröße eines Chips ausfällt, desto mehr Transistoren lassen sich auf einem Halbleiter unterbringen. Genau das ist ein entscheidender Hebel für leistungsfähigere und modernere Anwendungen.
Die Aktie von TSMC hat in den vergangenen Jahren eine extrem starke Rally hingelegt. Ende Juni markierte das Papier bei 479,00 Dollar das bisherige Allzeithoch. Zuletzt setzten Gewinnmitnahmen ein, die die Aktie bis in den Bereich von 364 Dollar korrigieren ließen. Zuletzt konnte sich die Aktie aber stabilisieren. Bis zur wichtigen Unterstützung in Form der 200-Tage-Linie, die derzeit bei gut 350 Dollar verläuft, ist ebenfalls noch gut Luft. DER AKTIONÄR bleibt langfristig zuversichtlich. Anleger liegen seit der Empfehlung noch immer gut 75 Prozent im Plus. Dabeibleiben, ein Stopp bei 300,00 Euro sichert nach unten ab.
20.07.2026, 08:01
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