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Trump: Doch nicht mehr „America first”?

Trump: Doch nicht mehr „America first”?
Foto: ASSOCIATED PRESS/Evan Vucci/picture alliance/dpa
Philipp Schleu 27.06.2025, 14:55 Philipp Schleu

Erst kürzlich hatte US-Präsident Donald Trump einen Vorstoß in den Mobilfunk-Sektor angekündigt: Das Unternehmen Trump Mobile sollte – ganz nach Trump „America first“-Motto –Smartphones für Amerikaner in Amerika bauen. Doch schon jetzt gibt es den ersten handfesten Skandal – stillschweigend wurde ein zentrales Verkaufsargument für das T1-Phone zurückgezogen

Wie The Verge am Mittwoch berichtete, hat Trump Mobile auf seiner Webseite das prestigeträchtige Siegel „Made in USA“ für das T1-Phone entfernt. Wo zuvor noch unmissverständlich stand, das noch in diesem Jahr erscheinende Smartphone werde „in den USA hergestellt“, findet sich nun eine deutlich weichere Formulierung. Das T1-Phone sei jetzt lediglich „mit amerikanischen Werten im Hinterkopf entworfen“ worden.

Die ursprüngliche, vollmundige Beschreibung versprach „ein schlankes, goldenes Smartphone, das für Leistung entwickelt und stolz in den Vereinigten Staaten für Kunden entworfen und gebaut wurde, die das Beste von ihrem Mobilfunkanbieter erwarten.“ Davon ist nun keine Rede mehr. Zwar heißt es weiterhin, das T1-Phone werde „genau hier in den USA zum Leben erweckt“ und entstehe „mit amerikanischen Händen hinter jedem Gerät“, doch der entscheidende Hinweis auf eine Fertigung im Inland fehlt.

Zusätzlich wurden auch die technischen Daten angepasst. War anfangs noch von einem 6,78-Zoll-Display die Rede, wird die Bildschirmdiagonale nun mit etwas kleineren 6,25 Zoll angegeben.

Widersprüchliche Aussagen sorgen für Verwirrung

Auf Anfrage von USA Today wies ein Sprecher die Berichte jedoch scharf zurück und sorgte für weitere Verwirrung. Chris Walker, Sprecher der Trump Organization, erklärte: „T1-Phones werden mit Stolz in Amerika hergestellt.“ Er fügte hinzu: „Spekulationen über das Gegenteil sind schlichtweg falsch.“ Die Diskrepanz zwischen der offiziellen Webseite und den Aussagen des Sprechers lässt allerdings Raum für Spekulationen.

Die widersprüchlichen Angaben zur Herkunft des T1-Phones werfen einen Schatten auf den bevorstehenden Markteintritt von Trump Mobile. Und egal, ob man Trump nun mag oder nicht: Die Tatsache, dass sein eigenes Unternehmen nicht das schafft, was er von Apple verlangt – eine Produktion in den USA ohne Mehrkosten für die Verbraucher – ist durchaus ironisch. Mehr zu Apple lesen sie in der aktuellen Ausgabe.

DA 27/2025
Quelle: Börsenmedien AG

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