19.05.2020 Carsten Kaletta

Trümpfe bei Evonik: Desinfektionsmittel, BVB und satte Dividendenrendite

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Evonik Industries

Die Evonik-Aktie bewegte sich im vergangenen Monat zwischen 20 und 23 Euro. Der jüngst gesenkte Jahresausblick in Kombination mit einem schwachen Gesamtmarkt hatte vergangene Woche mit 20,28 Euro für ein Vier-Wochen-Tief gesorgt. Dabei ist der Spezialchemie-Konzern angesichts einer stattlichen Dividendenrendite von mehr als fünf Prozent durchaus interessant. JP Morgan sieht das ähnlich.

Die US-Bank hat heute das Kursziel für den Trikot-Sponsor von Borussia Dortmund von 21 auf 22 Euro angehoben und ihre Kaufempfehlung bestätigt. Evonik habe aus Sicht der JP-Morgan-Analysten eine „etwas zu konservative Ergebnis-Prognose“ für das zweite Quartal abgegeben. Das bedeutet konkret, dass eine leicht positive Überraschung aus Sicht der Amerikaner möglich ist.

Ebenfalls positiv sollte sich die Konsolidierung von PeroxyChem auswirken. Mit der im Februar vollzogenen Übernahme des US-Wasserstoffperoxid-Herstellers dürften sich vor allem im Markt für umweltfreundliche Desinfektionslösungen neue Wachstumschancen eröffnen. Zudem werden durch den PeroxyChem-Kauf Kostensynergien gehoben. Das sollte die Belastungen durch die Pandemie zumindest teilweise ausgleichen.

Trotz der Corona-Krise will der Spezialchemie-Konzern für 2019 eine Dividende von 1,15 Euro je Aktie zahlen. In Relation zum aktuellen Kurs können Dividendenjäger – vor dem Hintergrund negativer Zinsen – monumentale 5,3 Prozent „Zinsen“ kassieren. Auch operativ sieht es nicht schlecht aus: Evonik ist in den attraktiven Bereichen Ernährung, Konsumgüter oder Gesundheit gut aufgestellt. Zudem sollte die Peroxychem-Übernahme mittelfristig Früchte tragen. Langfristig orientierte Anleger können die Aktie auf dem aktuellen Niveau kaufen. Wichtig: Das Investment sollte mit einem Stoppkurs bei 17,50 Euro abgesichert werden.

Evonik Industries (WKN: EVNK01)