Solide Zahlen von TotalEnergies. Der Konzern hat seine Öl- und Gasförderung im vierten Quartal 2025 ausgeweitet und konnte dadurch die Belastungen durch das schwächere Preisumfeld abfedern. Nach Angaben des französischen Energieriesen lag die Produktion zum Jahresende fast fünf Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals.
Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich damit ein Produktionszuwachs von knapp vier Prozent und damit mehr als ursprünglich prognostiziert. Im Verlauf des vierten Quartals gerieten die Öl- und Gaspreise zwar unter Druck, gleichzeitig verbesserten sich jedoch die Raffineriemargen leicht. Rückenwind erhielt zudem der Bereich Integrated Power: Dort stützten im Schlussquartal abgeschlossene Anteilsverkäufe die Cashflows. Auf Jahressicht soll das Segment dadurch einen operativen Mittelzufluss von mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar erzielen und damit im Rahmen der eigenen Zielvorgaben liegen.
Strategisch verfolgt TotalEnergies weiterhin einen zweigleisigen Ansatz. Einerseits treibt der Konzern den Ausbau der klassischen Öl- und Gasförderung voran, andererseits investiert er massiv in den Aufbau eines breit aufgestellten Stromgeschäfts. Wie viele Wettbewerber hat auch TotalEnergies zuletzt die Investitionen im Upstream erhöht und Ausgaben für kohlenstoffarme Projekte zurückgefahren.
Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf strukturelle Wachstumstreiber im Strommarkt. Die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen sowie der steigende Energiebedarf durch KI-Rechenzentren sollen die Nachfrage weiter ankurbeln. Vor diesem Hintergrund erwarb TotalEnergies im November 50 Prozent an einem Energieportfolio der Energeticky a Prumyslovy Holding des tschechischen Investors Daniel Kretinsky. Grundlage der Transaktion ist die Erwartung, dass Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, Gaskraftwerken und Batteriespeichern künftig ähnliche Renditen erzielen kann wie das klassische fossile Geschäft.
DER AKTIONÄR bleibt für die Anteilscheine von TotalEnergies positiv gestimmt. Denn das Unternehmen ist sehr gut und breit aufgestellt, verfügt über eine solide Bilanz sowie die effizienteste Kostenstruktur unter den großen fünf westlichen Energieriesen. Zudem ist man am besten im Strommarkt aufgestellt. Die Perspektiven sind gut und die Bewertung ist günstig. Die Dividendenperle bleibt nach wie vor attraktiv. Der Stoppkurs sollte bei 45,00 Euro belassen werden.
Heute, 10:38