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10.07.2020 Michael Schröder

Top-Gewinner Global Fashion Group: Rocket-Internet-Beteiligung wird zum Profiteur der Coronakrise

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GLOBAL FASHION GR...

Der Online-Modehändler Global Fashion Group (GFG) hat es mitten in der Coronakrise auch dank einer starken Nachfrage in Lateinamerika operativ zurück in die schwarzen Zahlen geschafft. Aber auch der erstmals positive Barmittelzufluss kommt bei den Anlegern gut an. Die Aktie legt kräftig zu.

Das Geschäft des Online-Modehändlers hatte zunächst unter der Coronakrise gelitten, nach einem Einbruch zwischen Mitte März und Anfang April konnte sich der Auftragseingang laut Angaben des Unternehmens jedoch rasch erholen. Seit Anfang Mai habe die Zahl der Käufe sogar im Jahresvergleich um 30 Prozent zugelegt. Die erwarteten guten Wachstumszahlen führte das Unternehmen unter anderem auf mehr als zwei Millionen neue Kunden zurück. Vor allem in Lateinamerika hätten die Kunden zugegriffen.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) werde im zweiten Quartal positiv sein und die Markterwartungen übertreffen, teilte die auf Schwellenländer ausgerichtete Beteiligung des Berliner Startup-Investors Rocket Internet (Anteil: 17,06 Prozent) mit.

Bereits im vierten Quartal des vergangenen Jahres hatte der Modehändler die Gewinnschwelle beim bereinigten EBITDA überschritten, war jedoch im ersten Quartal 2020 trotz Verbesserung zum Vorjahr wieder ins Minus gerutscht. Mit einer erwarteten bereinigten operativen Marge im niedrigen einstelligen Bereich und einem erstmalig positiven Barmittelzufluss geht GFG jedoch für das zweite Jahresviertel von einer deutlichen Verbesserung im Vergleich zu den vorangegangen sechs Monaten aus.

Die detaillierten Quartalszahlen will GFG am 20. August vorlegen. Gut möglich, dass es dann auch eine frische Jahresprognose gibt, die das 2011 gegründete Unternehmen aufgrund der Coronakrise Ende März zurückgezogen hatte.

GLOBAL FASHION GR... (WKN: A2PLUG)

Die Anleger sind zufrieden. Die Aktie notiert rund 20 Prozent fester. Somit summiert sich der Kursgewinn seit Dienstag dieser Woche nun schon bereits auf gut 20 Prozent. Seit dem Rekordtief Anfang April bei 0,97 Euro haben sich die Aktien mehr als verdreifacht. Verglichen mit dem ersten Kurs zum Börsendebüt vor gut einem Jahr von 4,47 Euro fehlt den GFG-Papieren aber noch ein gehöriges Stück. Die Lücke könnte in den kommenden Monaten aber weiter geschlossen werden.

(Mit Material von dpa-AFX)