Im anhaltend freundlichen Marktumfeld ragt die Aktie von TKMS am Mittwoch noch einmal positiv heraus. Der Marineschiffbauer hat seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben und sorgt damit für Euphorie bei den Anlegern. Rund zehn Prozent legt der MDAX-Titel im frühen Handel zu und nähert sich wieder dreistelligen Kursregionen.
TKMS hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 den Umsatz um 19 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro gesteigert. Das bereinigte EBIT kletterte um 12 Prozent auf 110 Millionen Euro. Wegen höherer Verwaltungskosten sank die operative Marge leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent. Mit den Zahlen hat die Abspaltung von Thyssenkrupp die Erwartungen der Analysten übertroffen.
Einen deutlichen Rückgang gab es beim Auftragseingang – von 8,6 Milliarden Euro im Vorjahr auf 3,6 Milliarden Euro. Allerdings hatte TKMS im Vorjahr auch zwei Großaufträge erhalten. Der Auftragsbestand beläuft sich auf rund 20 Milliarden Euro.
Besonders wichtig aber: Für das Gesamtjahr wird TKMS optimistischer. Dank der starken Entwicklung bei der Tochter Atlas Electronics sowie bei Überwasserschiffen wird nun ein Plus beim Umsatz von zehn bis zwölf Prozent erwartet – nach bislang zwei bis fünf Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge soll bis zu 6,5 Prozent erreichen statt „über 6 Prozent“. Analysten hatten hier eine Marge von 6,4 Prozent auf dem Zettel.
Die massive Anhebung der Prognose kommt am Markt gut an. Mit dem prozentual zweistelligen Kurssprung hellt sich das Chartbild nach der langen Seitwärtsbewegung zuletzt deutlich auf. Die Nachrichtenlage war zuletzt ebenfalls äußerst positiv, zumal die westlichen Länder auch in den kommenden Jahren viel Geld in die Aufrüstung und Modernisierung der Marine stecken werden. DER AKTIONÄR hat TKMS auf der Empfehlungsliste und bleibt für den Konzern positiv gestimmt.
Heute, 09:26
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