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05.05.2017 Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Eine Einigung muss her!

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ThyssenKrupp

Neben der Stahlsparte steht bei ThyssenKrupp weiter der Marinebereich im Fokus. Vor allem der Großauftrag der deutschen Bundesregierung über die fünf Korvetten vom Typ K130 sorgt für Aufregung. Sowohl mit dem Bund als auch mit dem Wettbewerber German Naval Yards (GNY) muss der DAX-Konzern weitere Verhandlungen führen.

Staatssekretärin Katrin Suder ist im Verteidigungsministerium für den Vertrag mit dem Werftenkonsortium aus ThyssenKrupp und Lürssen zuständig. Sie hat das erste Angebot über fast drei Milliarden Euro abgelehnt. In einem neuen Entwurf dürften die Werften rund 900 Millionen Euro weniger fordern. Dafür werden Abstriche bei technischen Neuerungen und dem Bau der Ausbildungsstätten für die Besatzungsmitglieder gemacht.

Um sich den Auftrag zu sichern, muss das Konsortium allerdings auch noch mit dem neuen Rivalen GNY verhandeln. Die Holding der Unternehmerfamilie Safa klagt gegen das Vorgehen der Bundesregierung. Diese hatte den Korvetten-Auftrag als Folgeauftrag einer Bestellung von 2001 ohne neue Ausschreibung an ThyssenKrupp und Lürssen vergeben. GNY hält das für unangebracht und hat vor Gericht aufgrund des technischen Fortschritts wohl gute Chancen. Um den Deal vor der Bundestagswahl durchzubringen, muss wohl eine Einigung zwischen den drei Werften erfolgen.

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Es bleibt spannend

Für die Marinesparte wäre ein Auftrag in dieser Größenordnung ein gutes Zeichen. Lürssen ist bei der eigenen Auslastung sogar noch abhängiger von den Korvetten. Eine Lösung wäre deshalb für alle Seiten von Interesse, bleibt aber ein schwieriges Unterfangen. Auch im Stahlbereich warten Anleger wie Arbeitnehmer auf eine Einigung. Die Tata-Fusion würde der Aktie von ThyssenKrupp neuen Schwung verleihen. Anleger bleiben an Bord und beachten den Stopp bei 19,50 Euro.

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