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27.05.2015 Nikolas Kessler

ThyssenKrupp: Analysten uneins

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Medienberichten zufolge hat die indische Regierung Interesse an einer Industriekooperation mit ThyssenKrupp für den Bau von U-Booten gezeigt. Während Barclays das Papier des deutschen Stahl- und Rüstungskonzerns für überbewertet hält, sieht Goldman Sachs noch knapp zehn Prozent Kurspotenzial. Auch die Commerzbank ist weiterhin bullish.

Die Commerzbank hat die Einstufung für ThyssenKrupp auf „Buy“ mit einem Kursziel von 26 Euro belassen. Zur Begründung verwies Analyst Ingo-Martin Schachel auf Presseberichte, wonach Indien und Polen Interesse an U-Booten aus deutscher Produktion haben sollen. Zudem habe Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei ihrer Indien-Reise für deutsche Rüstungsgüter geworben. Erste Verhandlungen über den Kauf von sechs kleineren U-Booten im Gesamtwert von elf Milliarden Euro von ThyssenKrupp Marine Systems sollen bereits stattgefunden haben.

Bereits am Dienstag hatte die US-Investmentbank Goldman Sachs ihr „Neutral“-Rating für den deutschen Stahlkonzern bestätigt und den fairen Wert von 24 auf 27 Euro angehoben. Zur Begründung hat Analyst Stephen Benson auf den nach vorne verschobenen Bewertungszeitraum verwiesen.

Weniger optimistisch ist die britische Investmentbank Barclays: Analyst Vladimir Sergievskiy hat die Einstufung für das Papier von ThyssenKrupp aus „Underweight“ mit einem Kursziel von 19,50 Euro belassen. Ungeachtet der bisherigen Fortschritte bleibe das Unternehmen strukturell anfällig. Zudem seien die Essener weit davon entfernt, einen nachhaltig positiven Free Cashflow zu erwirtschaften, so der Analyst.

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Mit der Hoffnung auf neue Aufträge aus Indien und den positiven Kommentaren von Goldman Sachs und Commerzbank im Rücken verbucht das Papier am Mittwoch ein moderates Plus. Investierte Anleger bleiben dabei. Das Kursziel des AKTIONÄR liegt bei 29 Euro.

(mit Material von dpa-AFX)

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