Die Teradyne-Aktie brach am Montag um rund 13 Prozent ein. Auslöser war kein unternehmensspezifisches Negativereignis, sondern ein breiter, sektorweiter Ausverkauf bei Halbleiter- und Chipausrüsteraktien, von dem auch Lam Research, Applied Materials und KLA betroffen waren. Seit dem Hoch bei 487,91 Dollar hat die Aktie mittlerweile 35 Prozent verloren. Die 200-Tage-Linie wird nun zum wichtigen Support.
Die Stimmung an der Wall Street wurde am Montag vor allem durch wachsende Zweifel an der Bewertung von KI-getriebenen Halbleiterwerten belastet. Die Teradyne-Aktie traf es besonders hart, weil das Papier im Jahresverlauf bereits über 60 Prozent zugelegt hatte und damit hoch bewertet war, sodass sie bei Gewinnmitnahmen und einer allgemeinen Risikoreduzierung der Anleger stärker abgestraft wurde als der breite Markt.
Hintergrund: Teradyne profitierte in den letzten Monaten extrem durch den KI-Boom. Die Firma baut Maschinen, mit denen Chipkonzerne prüfen, ob GPUs, KI-Chips, Speicherchips, Smartphone-Chips und optische Chips korrekt funktionieren – bevor sie in Produkte oder Rechenzentren eingebaut werden.
Negativ wirkte auf die Aktie von Teradyne auch eine Abstufung durch das Analysehaus Baird von "Outperform" auf "Neutral", die Zweifel weckte, ob das viel beachtete GPU-Testgeschäft kurzfristig stark genug wächst, um die hohe Bewertung zu rechtfertigen.
Bei Teradyne waren die Kursverluste zuletzt eine Kombination aus branchenweitem Ausverkauf, makroökonomischen Belastungsfaktoren (Zinsen, Ölpreis) und Gewinnmitnahmen nach der starken Kursrally. Verstärkt wurde das ganze Bild durch eine skeptische Analystenstimme von Baird-Analyst Quinn Fredrickson. Aus technischer Sicht hat das Papier sowohl die 50-Tage-, als auch die 100-Tage-Linie nach unten durchbrochen. Hält die 200-Tage-Linie bei 321,40 Dollar, kann die Aktie wieder nach oben drehen. Allerdings weist die Aktie auch nach der Korrektur noch immer sportliche Bewertungskennziffern auf. Das KGV für 2027 lautet 37, das KUV beträgt 9.
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