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30.11.2018 Benedikt Kaufmann

Tencent und NetEase – Chinesen wachsen im Ausland 382 Prozent

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Die chinesischen Gaming-Giganten Tencent und NetEase haben innerhalb ihres Heimatmarktes mit den Regulierungsbehörden zu kämpfen. Insbesondere im Mobile-Geschäft drückt dies auf die Umsätze. Doch ein Vorteil scheint der eingefrorene Markt in China zu haben: Beide Konzerne blicken über den Tellerrand und wachsen im Ausland rasant.

Laut den Zahlen von IHS Markit wuchsen die internationalen Umsätze beider Unternehmen mit Mobile-Games von 78 Millionen Dollar vom Januar bis Mitte November 2017 auf 376 Millionen Dollar aktuell. Ein Wachstum von 382 Prozent.

Der Löwenanteil des Umsatzzuwaches geht dabei auf das Konto von NetEase – satte 72 Prozent. Womöglich eine Überraschung für einige Anleger. Doch IHS Markit weist darauf hin, dass das Smartphone-Spiel „PUBG Mobile“ nur zwei Prozent von Tencents gesamtem Mobile-Games-Geschäft ausmacht und der zweite große Titel „Arena of Valor“ im Westen ebenfalls floppte.

Angesichts der massiven Probleme in China durch den Vergabestopp neuer Vertriebslizenzen für Videospiele ist die hohe Wachstumsrate im Ausland jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Der neue Wachstumsmarkt muss laut IHS Markit zudem klar in Relation gesetzt werden. Denn die internationalen Mobile-Game-Umsätze machen aktuell nur drei Prozent des gesamten Mobile-Geschäfts von Tencent und NetEase aus.

Langfristig stimmen die Aussichten

Der Blick in den Westen könnte für die beiden chinesischen Gaming-Firmen langfristig jedoch Potenzial eröffnen. Die großen westlichen Publisher sind in Sachen Mobile noch nicht breit aufgestellt, der Markt steckt noch in den Kinderschuhen. Und auch das langfristige Potenzial auf dem Heimatmarkt dürfte erhalten bleiben, denn für 2019 wird eine Lösung des Regulierungsproblems erwartet.

Tencent und NetEase bleiben für Anleger daher aussichtsreich. DER AKTIONÄR empfiehlt aktuell eine erste Position in Tencent.

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