19.06.2019 Marion Schlegel

Starke Auftritte beim ASCO: AKTIONÄR-Empfehlungen starten durch – Mirati +33,3%

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Roche
Trendthema

Auch in diesem Jahr konnten wieder einige Unternehmen überzeugende Studiendaten liefern. DER AKTIONÄR wirft einen Blick auf seine ASCO-Empfehlungen. Die 55. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO), die vom 31. Mai bis 4. Juni 2019 in Chicago stattfand, ist Geschichte. Jedes Jahr treffen sich hier Zehntausende Experten auf dem Gebiet der Krebsforschung, präsentieren Studienergebnisse und diskutieren neueste Entwicklungen. DER AKTIONÄR hatte bereits in Ausgabe 23/2019 auf dieses wichtige Event hingewiesen und fünf mögliche Gewinner vorgestellt. Nun ist es Zeit für einen Rückblick auf die wichtigsten Entwicklungen und ob die empfohlenen Aktien tatsächlich überzeugen konnten.

Mirati: Heimlicher Top-Gewinner

Einer der großen Gewinner ist die Aktie von Mirati. Dabei hat das Unternehmen selbst gar nicht am ASCO präsentiert – dafür aber der Konkurrent Amgen.

Mirati ist im Bereich Präzisionsonkologie, dem Motto der diesjährigen Konferenz, stark positioniert. Die Gesellschaft setzt dabei auf das Fusionsgen KRAS. Noch befindet sich der Hemmstoff in der frühen Phase der klinischen Entwicklung. Doch im Erfolgsfall ist das Marktpotenzial enorm.

Auf dem ASCO-Meeting hat hingegen Amgen frische Daten zu seinem eigenen KRAS-Inhibitor präsentiert und dabei überzeugen können. Die Erhebungen lassen aber noch Spielraum nach oben. Die Hoffnung ist nun groß, dass auch Mirati bei der nächsten Ergebnisveröffentlichung punkten und möglicherweise sogar besser abschneiden kann als der Big Player der Biotechbranche.

Diese Daten überzeugten

Als einer der größten Gewinner des diesjährigen Meetings ist Iovance hervorgegangen. Das Unternehmen präsentierte aktualisierte Daten aus klinischen Studien, in denen seine Immuntherapien zur Behandlung von fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs und fortgeschrittenem Melanom überzeugen konnten.

Zunächst auf Tauchkurs ging hingegen die Aktie von Blueprint. Doch dies war nicht von langer Dauer. Mittlerweile konnte die Aktie sogar ein neues 52-Wochen-Hoch erreichen. Und auch hier dürfte wohl das Ende noch nicht erreicht sein. Der Grund: Blueprint hat unter anderem Daten zu seinem RET-Inhibitor BLU-667 präsentiert. Im Vergleich zum Konkurrenten Loxo Oncology, der mittlerweile von Elil Lilly gekauft wurde, konnte Blueprint sogar in einigen Details noch besser abschneiden. Das Potenzial wäre enorm. Und auch die Übernahmefantasie dürfte damit wieder neu angefacht worden sein.

Kaufchance bei Blueprint Medicines

Mirati und Iovance konnten am meisten vom ASCO-Meeting profitieren. Noch unterbewertet sieht DER AKTIONÄR die Papiere von Blueprint. Hier können Anleger auf dem aktuellen Niveau noch zugreifen.

Der Artikel ist bereits in der AKTIONÄR-Ausgabe 25/2019 erschienen, die Sie hier herunterladen können.