Im dritten Quartal hat der Musik-Streamingdienst Spotify ein deutliches Wachstum verzeichnet. Sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Gewinn und der Zahl der Abonnenten ging es aufwärts. Vorbörslich geht es für die Aktie an der Wall Street um rund vier Prozent nach oben.
- Umsatz steigt um 16 Prozent auf 4,97 Milliarden Euro.
- Operativer Gewinn übertrifft mit 672 Millionen Euro die Prognose.
- Vorbörslich zieht die Aktie um vier Prozent an.
Der schwedische Musik-Streamingdienst hat im dritten Quartal operativ mehr verdient als erwartet. Auch die steigende Zahl zahlender Abonnenten und die verbesserte Bruttomarge stimmen zuversichtlich. Doch beim Gewinn je Aktie verfehlte das Unternehmen die Analystenschätzungen. Die Aktie legt vorbörslich dennoch zu.
Spotify wächst weiter. Im dritten Quartal erhöhte der Streamingdienst seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent. Mit 4,97 Milliarden Euro verfehlte das Unternehmen den Analystenkonsens von 4,98 Milliarden Euro allerdings knapp. Deutlich besser lief es beim operativen Ergebnis: Dieses kletterte um 15 Prozent auf 672 Millionen Euro und lag damit über der eigenen Prognose.
Unter dem Strich fiel das Ergebnis dagegen schwächer aus. Der Nettogewinn sank von 899 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 518 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie betrug 2,48 Euro und blieb damit klar hinter den Erwartungen von 2,80 Euro zurück.
Marge verbessert sich
Positiv entwickelte sich die Bruttomarge. Sie stieg von 31,6 auf 33,0 Prozent und übertraf damit die eigene Zielmarke von 32,9 Prozent. Niedrigere Marketing- und Personalkosten als geplant stützten zudem das operative Ergebnis.
Auch die Nutzerzahlen legten weiter zu. Die Zahl der zahlenden Abonnenten erhöhte sich im Quartal um sechs Millionen auf 306 Millionen. Die monatlich aktiven Nutzer wuchsen um elf Prozent auf 788 Millionen.
Optimistischer Ausblick
Für das vierte Quartal stellt Spotify einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 820 Millionen Euro in Aussicht. Während die Umsatzprognose leicht unter dem Analystenkonsens von rund 5,23 Milliarden Euro liegt, übertrifft das erwartete operative Ergebnis die Schätzung von 813 Millionen Euro.
Bis zum Jahresende will Spotify 818 Millionen monatlich aktive Nutzer und 316 Millionen zahlende Abonnenten erreichen. Zusätzliche Wachstumschancen verspricht das Hörbuchgeschäft. Bis Jahresende soll das Angebot statt in bislang 22 Märkten in mehr als 180 Märkten verfügbar sein. Über kostenpflichtige Zusatzangebote für längere Hörzeiten will Spotify weitere Erlöse erzielen.
Vorbörslich gewinnt die Aktie, die keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR ist, rund vier Prozent. In der Entertainmentbranche favorisiert DER AKTIONÄR stattdessen Netflix. Die Gründe dafür erfahren Sie hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Spotify.
Heute, 14:30
Bei Google bevorzugen