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S&P 500 vor der US‑Zwischenwahl: Folgt jetzt das 19. Plusjahr?

S&P 500 vor der US‑Zwischenwahl: Folgt jetzt das 19. Plusjahr?
Foto: Alex Brandon/Pool/Reuters
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Ingo Nix Heute, 08:50 ‧ Ingo Nix
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Am 3. November wählen die USA ihren Kongress – für den S&P 500 war das bisher stets ein gutes Omen: Seit 1954 lag der Index zwölf Monate nach jeder Zwischenwahl höher, 18 von 18 Mal, im Schnitt um mehr als 18 Prozent. Diesmal geht er allerdings 2,82 Prozent unter dem Rekordhoch und so teuer wie nie in dieser Serie ins Rennen.

S&P 500: Wann zahlt sich die Zwischenwahl aus?

Das Jahr nach der Zwischenwahl war seit 1954 das beste im vierjährigen Präsidentschaftszyklus, und den Großteil lieferte im Schnitt der Winter. Ab dem 31. Oktober gerechnet lag der Index nach den Zwischenwahlen seit 1950 nach sechs Monaten im Schnitt 15 Prozent vorn, in anderen Jahren nur 4,4 Prozent. Der Mechanismus ist schlicht: Mit dem Wahlabend fällt eine große Unbekannte weg, ein geteilter Kongress bremst große Gesetzesvorhaben, Anleger verlangen weniger Risikoaufschlag.

Seit 1954 lag der S&P 500 zwölf Monate nach jeder US-Zwischenwahl im Plus
Quelle: DER AKTIONÄR, Daten: LPL Financial, Auswertung auf Basis Robert Shiller (Yale), Multpl, Finviz · Stand 23.10.2026

Der Haken ist die Bewertung. Das Shiller-KGV – Kurs geteilt durch den inflationsbereinigten Gewinnschnitt von zehn Jahren – liegt bei 41, mehr als doppelt so hoch wie das langjährige Mittel von 17. Zwischenwahljahre mit hohem Startwert brachten im Schnitt 13,2 Prozent statt 20,3 Prozent. Dazu kommt Gegenwind vom Ölpreis und von der Rendite zehnjähriger US-Anleihen, die am Freitag 4,99 Prozent erreichte.

Infront S&P 500 (WKN: A0AET0)
  • 28. Oktober 2026: Die Fed entscheidet, der Ölpreis macht den Ausblick zum ersten Test.
  • 3. November 2026: Ein geteilter Kongress würde den Bremseffekt auslösen.
  • 30. April 2027: Das starke Halbjahr endet, die Bilanz zeigt, was die Bewertung kostet.

Der S&P 500 schloss am Freitag bei 7.624 Punkten. Den Widerstand bildet das Rekordhoch bei 7.845 Punkten, der Kurs liegt 2,82 Prozent darunter. Seit August pendelt der Index zwischen rund 7.600 Punkten und diesem Hoch, zuletzt rutschte er unter die 50-Tage-Linie. Die Unterstützung bei rund 7.600 Punkten bilden die Tiefs dieser Seitwärtsspanne. Mittelfristig bleibt der Trend intakt: Der Kurs liegt 4,56 Prozent über der steigenden 200-Tage-Linie bei rund 7.291 Punkten. Schließt der Index nachhaltig unter 7.600 Punkten, wäre die Spanne nach unten verlassen.

Den ersten Test liefert die US-Notenbank Fed am 28. Oktober, gewählt wird am 3. November. 

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